„Anfang der 50er Jahre riss die Jugend die
Schlagbäume an der deutsch-französischen Grenze
nieder. Das Engagement der Jugend in diesem Zug steht dem
in nichts nach. Das stimmt mich zuversichtlich“.
Mit diesen Worten beschrieb Prof. Dr. Klaus Otto Nass seine
Erfahrungen der DGAP-Mitgliederreise im Rahmen des
Europazug 2006. Vom 24. April bis 01. Mai 2006 rollte der
Europazug mit rund 100 Passagieren aus 13 Ländern in
einer einwöchigen Fahrt durch Deutschland, Tschechien,
Österreich, Slowenien, Ungarn, Slowakei und Polen.
Verknüpft war dieses Projekt der DGAP, des MitOst e.V.
und der Edith-Stein-Gesellschaft mit einer Mitgliederreise
der DGAP.
So konnte neben den jungen Erwachsenen, die auf der Fahrt durch sieben Länder in sieben Städten Europaprojekte durchführten und Europafestivals veranstalteten, auch eine Gruppe von 15 DGAP-Mitgliedern als selbst zahlende Gäste dieses Projekt begleiten und diese Reise miterleben. „Das war keine übliche Urlaubsreise. Was wir in diesen Tagen erlebt haben, geht weit darüber hinaus“ so Fritjof von Nordenskjöld.
Im Trans-Europ-Express-Salonwagen legte die DGAP-Gruppe über 3.500 Bahnkilometer zurück und lernte alte Kulturlandschaften und historische Städte Europas kennen. Die Fahrt ging von Berlin über Budweis (CZ), Linz (Ö), Marburg (SLO), Fünfkirchen (HU), Kaschau (SK), Krakau (PL) und Görlitz zurück nach Berlin. „Ich habe es sehr genossen, so Leon Macioszek, an einem lauen Frühlingsabend in angenehmer Gesellschaft auf dem Marktplatz in Fünfkirchen zu sitzen und das Flair der Stadt auf mich wirken zu lassen.“
Im Zug fanden während der Fahrt „Salongespräche“ statt: Mit Gästen aus den durchreisten Ländern wurden verschiedene europapolitische Themen diskutiert. Dabei entstanden nicht nur mit den eingeladenen Referenten, sondern auch zwischen den Projektteilnehmern und den DGAP-Mitgliedern interessante Diskussionen.
„Es war sehr anregend, die vielen jungen Menschen mit ihren spannenden Biographien kennen zu lernen“, so Dr. Andreas Cser.Auch Prof. Dr. Klaus Otto Nass verfolgte mit großem Interesse die Diskussionen im Konferenzwagen: „Der Meinungsaustausch untereinander war sehr gewinnbringend und lässt mich freudig auf die Zukunft Europas blicken.“
Neben den Gesprächen und Projekten bot die Reise den DGAP-Mitgliedern ein ausgewähltes Kulturprogramm in den Städten. Manch einer der Teilnehmer fuhr mit dem Entschluss nach Berlin zurück, diese Landschaften und Städte bald nochmals besuchen und intensiver kennen lernen zu wollen. „Die Reise ist eine einzigartige Erfahrung“ so Frau Dr. Bopp, „auch der geographische Erfahrungshorizont hat sich enorm erweitert.“
Eine ausführliche Dokumentation des Europazugs wird gegenwärtig erstellt und kann bei der DGAP angefordert werden.
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