Humanität aus Recht, Pflicht oder Moral? – Die Herausforderungen der Vereinten Nationen bei der Umsetzung der “Responsibility to Protect“

Montag 14. Juli 12:00 - 14:00
Ort: Altes Rathaus der Stadt Bonn, Markt


Nur für geladene Gäste.

Gemeinsame Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, der Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn und der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen

Vortrag im Rahmen der Reihe „Bonner Mittagsgespräche der DGVN NRW“

Dr. Ekkehard Strauss
New Yorker Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte der Vereinten Nationen – OHCHR

Das Konzept der Schutzverantwortung (engl. „Responsibility to Protect“) gilt als Schlussfolgerung aus den humanitären und menschenrechtlichen Krisen der 90er Jahre des vorherigen Jahrhunderts – insbesondere dem Versagen der Vereinten Nationen 1994 in Ruanda. Erstmals auf dem Weltgipfel der Vereinten Nationen (2005) universell anerkannt, beinhaltet die „Schutzverantwortung“ eine Solidaritätspflicht der internationalen Gemeinschaft zur Verhütung von Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen. Die Staatengemeinschaft soll unterstützend friedliche Mittel bereitstellen, und falls dies nicht ausreicht, nach Beschluss des Sicherheitsrats notfalls auch gewaltsam intervenieren dürfen und auch für die Konfliktnachsorge verantwortlich sein. In Fortsetzung der Ende Februar mit Prof. Dr. Edward Luck, Sonderberater des Generalsekretärs für die Schutzverantwortung, begonnenen Diskussion wird nun Dr. Ekkehard Strauss Fragen der Definition und Schwierigkeiten der Realisierung des Konzeptes zur Verhinderung von massiven Menschenrechtsverletzungen in den Mittelpunkt seines Vortrags stellen.