Führende Rolle Deutschlands im globalen Klimaschutz

Montag 01. September 20:00 - 22:00
Ort: DGAP, Berlin

Wie lösen wir die Probleme einer wachsenden Weltbevölkerung und die daraus entstehenden ökonomischen und ökologischen Folgen? Welche Rolle sollte Deutschland dabei spielen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Vortrags „Wirtschaftlicher Erfolg und ökologische Verantwortung – Deutschland im europäischen Wettbewerb“, den Sigmar Gabriel, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, am 01. September 2008 in der DGAP gehalten hat. Es handelte sich dabei um eine gemeinsame Veranstaltung der DGAP mit dem „Initiativkreis Wirtschaft - Junge Führungskräfte für die SPD e.V.“

Energie und Umwelt seien Kernthemen des 21. Jahrhunderts, die untrennbar zusammen gehörten, sagte Gabriel. Wichtig sei vor allem der effizientere Einsatz von Ressourcen und der Umstieg von fossilen auf erneuerbare Rohstoffe. Der Staat müsse die erforderlichen Voraussetzungen schaffen, um Deutschland als ökologisches Industrieland im internationalen Wettbewerb zu positionieren. So sollte die Regierung zum Beispiel die gesetzlichen Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass sich umweltfreundliche Technologien schneller durchsetzen. Im Bereich Innovationsfähigkeit sieht Gabriel die deutsche Kernkompetenz, um sich international zu behaupten. „Wer eine ökologisch einwandfreie Umwelt haben will, braucht gut ausgebildete Leute und Technologien im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz.“ Deshalb müssten die Firmen in die Qualifizierung des deutschen Nachwuchses investieren. Auch die Bundesregierung sei gefordert, mehr im Bereich Bildung zu tun. Innerhalb der EU komme Deutschland als führender Industrienation deshalb eine Sonderrolle im Umwelt- und Klimaschutz zu. Dadurch entstehe die Chance für mehr Beschäftigung in Deutschland, betonte Gabriel. Darüber hinaus führe die Entwicklung von energieeffizienteren Technologien langfristig zur sparsameren Verwendung von Ressourcen und zur Verbesserung des weltweiten Klimas.