Am 9. Juli fand an der Freien Universität Berlin ein Vortrag in Kooperation mit dem John F. Kennedy Institut zum Thema „More of the Same or Time for Change? Foreign Policy and U.S. Elections 2008“ statt. Der Direktor des Aspen Instituts in Berlin, Charles King Mallory IV, erklärte, was Deutschland von einem künftigen Präsidenten Barack Obama oder einem Präsidenten John McCain außenpolitisch erwarten kann.
Eine deutliche Veränderung ist in Afghanistan zu erwarten. Dort wird die künftige Administration in jedem Fall mit konkreten Forderungen an die NATO und Deutschland herantreten. Dabei wird auch die Rolle Pakistans stärker in den Vordergrund rücken. Im Irak muss die künftige Administration erst einmal geeignete Mittel finden, um eine Aussöhnung zwischen den ethnischen Gruppen zu erreichen. Ein Militärschlag gegen Iran wird zwar von keinem der Kandidaten ausgeschlossen, ist aber aufgrund der Lage der iranischen Atomanlagen und der derzeitigen Belastung amerikanischer Truppen weder realistisch noch erfolgversprechend. Allerdings wird der amerikanische Druck auf deutsche Unternehmen, die im Iran investieren, steigen. Die Beziehungen der USA zu den Vereinten Nationen bleiben weiterhin ambivalent. Barack Obama schließt unilaterale Maßnahmen explizit nicht aus und John McCain setzt mit seiner Liga der Demokratien die UNO unter Druck. Substantielle Fortschritte sind im Bereich Klimaschutz zu erwarten, da beide Kandidaten sich für Emissionshandel und konkrete nationale Ziele zur Reduzierung von Treibhausgasen ausgesprochen haben.
Über die Veranstaltung wurde in den ARD Tagesthemen berichtet.
„Wir dürfen von Obama keine Wunder erwarten“
Expertenrunde analysiert den Wahlsieg von Barack Obama und seine Folgen für Europa
06.11.2008
Maghreb nicht oben auf der Agenda von Barack Obama
Interview mit Henning Riecke
19.11.2008 | Deutsche Welle TV
Die neue US-Regierung und der anstehende Weltfinanzgipfel
Interview mit Katharina Gnath
10.11.2008 | nordwest radio
Die Zukunft der deutsch-amerikanischen Beziehungen
Am 28. Oktober sprach Simon Koschut an der Universität Leipzig über die
Zukunft der deutsch-amerikanischen Beziehungen angesichts der Wahlen in den
USA.
28.10.2008
Defizitäre Vorbild-Demokratie Amerika
Bei der Expertentagung des Arbeitskreises Demokratieforschung der Deutschen
Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) vom 16. bis 18. Oktober 2008
in Hamburg präsentierte Josef Braml sein Papier zum Thema „Defizitäre
Vorbild-Demokratie Amerika“.
16.10.2008
Am 2. Oktober 2008 hielt Josef Braml im „Wannseeforum“ einen Vortrag und
diskutierte mit den Stipendiaten der Studienstiftung des deutschen Volkes
das Thema „Weltverträgliche Energiesicherheitspolitik“.
02.10.2008
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