Am 30. Juni 2008 veranstaltete die DGAP zusammen mit der britischen Botschaft eine Konferenz, in der ausgelotet werden sollte, ob es eine gemeinsame deutsch-britische Agenda für Europa geben kann.
Eröffnet wurde die Konferenz durch eine Grundsatzrede von Günter Gloser, Staatsminister im Auswärtigen Amt für Europa. Er konzentrierte sich vor allem auf drei Bereiche der deutsch-britischen Zusammenarbeit: Klima und Energiepolitik, Justiz und Inneres, sowie Außenpolitik. Darüber hinaus betonte Gloser, dass in Zukunft Großbritannien eine zunehmend wichtige Rolle im Aufbau der Beziehungen zwischen der EU und den USA spielen könne.
Das anschließende Panel brachte Entscheidungsträger und Vertreter von Think Tanks beider Länder zusammen. Die herausragenden Themen der z.T. kontroversen Debatte waren u.a. die nationalen Reaktionen auf Irlands Nein zum Reformvertrag, die britische Einstellungen zur EU, die Beziehungen zu Russland und der Begriff eines „sozialen Europas“. Die Panelteilnehmer äußerten sich eher zurückhaltend über die Zukunft der EU. Alle betonten, dass trotz intensiver europäischer Kooperation auch bilaterale Beziehungen weiter unverzichtbare seien. Trotz der anhaltenden Debatte über die institutionelle Gestaltung der EU sei es wichtiger als je zuvor, sich mit der politischen Problemlösung in konkreten Themenfeldern zu befassen (Außenpolitik, Energie, Klimawandel, etc.). Schließlich gilt: Nicht der Aufbau sondern die Inhalte sind es, welche die Bürger vom Wert der EU überzeugt.
Die zweite Grundsatzrede des Tages hielt Jim Murphy, britische Staatsminister für Europa. Herr Murphy gab eine optimistische Prognose zu den deutsch-britischen Beziehungen ab und erläuterte Großbritanniens Standpunkt zur europäischen Integration, Wirtschaftspolitik und Erweiterung. Murphy wies darauf hin, dass sein Land nicht nur der oft zitierte „Pragmatiker“ in Europa sei, sondern auch mit Leidenschaft an einem Europa arbeite, dass Vorbildcharakter in der Welt haben kann.
Vortragende: Jim Murphy, Günther Gloser, Charles Grant, Dominic Schroeder, Nikolaus Meyer-Landrut, Jan Techau
Moderation: Henning Krumrey (Focus)
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Am 28. Oktober sprach Simon Koschut an der Universität Leipzig über die
Zukunft der deutsch-amerikanischen Beziehungen angesichts der Wahlen in den
USA.
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Defizitäre Vorbild-Demokratie Amerika
Bei der Expertentagung des Arbeitskreises Demokratieforschung der Deutschen
Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) vom 16. bis 18. Oktober 2008
in Hamburg präsentierte Josef Braml sein Papier zum Thema „Defizitäre
Vorbild-Demokratie Amerika“.
16.10.2008
Am 2. Oktober 2008 hielt Josef Braml im „Wannseeforum“ einen Vortrag und
diskutierte mit den Stipendiaten der Studienstiftung des deutschen Volkes
das Thema „Weltverträgliche Energiesicherheitspolitik“.
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