In einer gemeinsamen Veranstaltung des Zentrums für Mittel- und Osteuropa der Robert Bosch Stiftung der DGAP und der GESIS Servicestelle Osteuropa stellte die Ukrainerin Dr. Oksana Danylenko die Ergebnisse ihres 2007 erschienenen Buches „Die Sprache des Konflikts in einer sich transformierenden Gesellschaft: vom Interpretationskonflikt zur Formierung soziokultureller Identitäten“ vor.
Eines der Themen beim NATO-Gipfel vom 2.-4. April in Bukarest war die Aufnahme der Ukraine in den Membership Action Plan. Doch nicht alle Bürger des Landes sind von den gegenwärtigen westwärts gerichteten Ambitionen der ukrainischen Regierung begeistert. Aufgrund unterschiedlicher historischer Erfahrungen und kultureller und sprachlicher Differenzen tendieren die Bewohner im Osten des Landes politisch wie kulturell eher zu Russland, die Westukrainer dagegen eher gen Europa und NATO. Diese Konstellation bildet die Grundlage für die wissenschaftliche Forschungstätigkeit Danylenkos, die an der Universität Charkiw am Lehrstuhl für Politische Soziologie lehrt.
Anhand von in Interviews gewonnenen quantitativen und qualitativen Daten nähert sich Danylenko der Entstehung neuer Identitäten in verschiedenen Regionen der Ukraine an. Besonderes Augenmerk legt sie dabei auf die Rolle von Geschichte als Grundlage der Entstehung von Identitäten. Ihre Forschungsergebnisse bestätigen die interne Spaltung des Landes. So glauben die Interviewten im Osten, dass sich eine Hinwendung zu Russland positiv auf ihr Land auswirken würde. Die Gesprächspartner im Westen der Ukraine dagegen wünschen sich eine Einbindung in die westlichen Bündnisse, insbesondere die NATO. Die Bewohner der geographischen Mitte des Landes schließlich wollen ein von jedweden Bündnissen unabhängiges Land. Als besonders problematisch stellte Danylenko in diesem Zusammenhang die auf der Krim vorherrschende antiwestliche Haltung heraus. Mittlerweile würde dort die Überzahl der russischen Muttersprachler die wenigen ukrainischen Muttersprachler diskriminieren.
„Wir dürfen von Obama keine Wunder erwarten“
Expertenrunde analysiert den Wahlsieg von Barack Obama und seine Folgen für Europa
06.11.2008
Maghreb nicht oben auf der Agenda von Barack Obama
Interview mit Henning Riecke
19.11.2008 | Deutsche Welle TV
Die neue US-Regierung und der anstehende Weltfinanzgipfel
Interview mit Katharina Gnath
10.11.2008 | nordwest radio
Die Zukunft der deutsch-amerikanischen Beziehungen
Am 28. Oktober sprach Simon Koschut an der Universität Leipzig über die
Zukunft der deutsch-amerikanischen Beziehungen angesichts der Wahlen in den
USA.
28.10.2008
Defizitäre Vorbild-Demokratie Amerika
Bei der Expertentagung des Arbeitskreises Demokratieforschung der Deutschen
Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) vom 16. bis 18. Oktober 2008
in Hamburg präsentierte Josef Braml sein Papier zum Thema „Defizitäre
Vorbild-Demokratie Amerika“.
16.10.2008
Am 2. Oktober 2008 hielt Josef Braml im „Wannseeforum“ einen Vortrag und
diskutierte mit den Stipendiaten der Studienstiftung des deutschen Volkes
das Thema „Weltverträgliche Energiesicherheitspolitik“.
02.10.2008
Abonnieren Sie unseren RSS-Feed