Zu einer gemeinsamen Sitzung trafen sich gestern die Gesprächskreise Polen/deutsch-polnische Beziehungen und Tschechien/deutsch-tschechische Beziehungen der DGAP. Das Thema lautete „Polen und Tschechien im Spannungsfeld zwischen Moskau und Washington – Interessen, Perzeptionen, Optionen“.
Die jeweiligen Sichtweisen ihrer Länder stellten einführend der ehemalige Botschafter der Republik Polen in der Bundesrepublik Deutschland und den USA, Janusz Reiter und Jan Sechter als Vertreter des Außenministeriums der Tschechischen Republik dar. Unter Moderation des Vorsitzenden des Gesprächskreises Polen/deutsch-polnische Beziehungen, Markus Meckel, MdB und des Vorsitzenden des Gesprächskreises Tschechien/deutsch-tschechische Beziehungen Christian Schmidt, MdB und Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung wurde kontrovers diskutiert. Vor allem das Vorgehen Tschechiens und Polens hinsichtlich der Verhandlungen mit den USA über die Stationierung von Teilen des amerikanischen Raketenabwehrschildes in beiden Ländern wurde problematisiert. Besondere Aktualität bekam die Sitzung durch die Ergebnisse des Anfang des Monats stattfindenden NATO-Gipfels in Bukarest. Dort war gegenüber den möglichen Beitrittskandidaten Ukraine und Georgien die Fortsetzung der Politik der „offenen Tür“ beschlossen worden. Jedoch kam es nicht wie von den USA gewünscht zu einer Entscheidung für beitrittsvorbereitende Verhandlungen - den sogenannten "Membership Action Plan".
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