Am 22. April 2008 sprach S.E. Sven Alkalaj, Außenminister von Bosnien und Herzegowina in der DGAP zum Thema “Bosnia and Herzegovina on the Road to European Union”.
Die Veranstaltung fand an einem historisch symbolischen Ort statt – denn das DGAP-Gebäude war einmal die Botschaft des Jugoslawischen Königreichs. Die Diskussion war aber weniger auf die Vergangenheit als vielmehr auf die Zukunft fokussiert.
Die wesentlichen nächsten Schritte, wie S.E. Sven Alkalaj betonte, seien der Beitritt Bosniens zur Nato und zur EU. Trotz der turbulenten Vergangenheit habe sich sein Land immer als Teil Europas gefühlt. Die Integration Bosnien und Herzegowinas in die westlichen und europäischen Institutionen betrachtet er daher als „wichtigste strategische außenpolitische Ziele“. Der Außenminister begrüßte die kürzlich erzielten Fortschritte in diese Richtung. Hierzu zählen die Einladung durch die Nato zu einem „Intensivierten Dialog“ mit Bosnien und Herzegowina sowie die Eröffnung eines Sekretariats des Regional Cooperation Council in Sarajewo. Als Herausforderungen benannte S.E. Sven Alkalaj unter anderem die gesellschaftliche Aussöhnung und die Integration der zurückgekehrten Flüchtlinge.
In der anschließenden Diskussion wurden Fragen zur Reform der Polizei sowie zu den Beziehungen Bosnien und Herzegowinas zu seinen Nachbarn diskutiert. Außenminister Alkalaj übermittelte den positiven Eindruck eines kleinen aber zukunftsorientierten Landes, das die Annäherung an die Nato und an die EU als nächste logische Schritte versteht.
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