Wiedervereinigung Europas – Wege in die Zukunft

Montag 26. November 16:00 - 20:00
Ort: Atrium der Deutschen Bank, Berlin

Am 26. November 2007 fand im Atrium der Deutschen Bank ein Kolloquium zur »Wiedervereinigung Europas – Wege in die Zukunft« statt, das zum Gedenken an den Europäer Otto Wolff von Amerongen durchgeführt wurde und an dessen Lebenswerk anknüpfte, das im Engagement für ein starkes und großes Europa sowie offene und intensive Handels- und Wirtschaftsbeziehungen mit Russland, Osteuropa, dem Fernen Osten und den USA bestand. Für die Veranstaltung, die mit 600 Teilnehmern großen Zuspruch fand, war eigens eine Organisationsplattform – bestehend aus der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), dem Institut für Europäische Politik (IEP), dem Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft, dem Netzwerk Europäische Bewegung, der Europa-Union Deutschland, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutsch-Russischen Forum und der Südosteuropa-Gesellschaft – gegründet worden.

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Dr. Tessen von Heydebreck, Vorstandsmitglied des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, eröffnete die Veranstaltung, die Keynote Speeches hielten Staatsminister Gernot Erler (MdB) vom Auswärtigen Amt und Dr. Otto Graf Lambsdorff, Bundesminister a.D. zur Entwicklung und Zukunft der deutschen und europäischen Russland- und Osteuropa-Beziehungen sowie dem transatlantischen Verhältnis.

In zwei Diskussionsrunden stand dann die künftige Osteuropa- und Weltpolitik der EU aus verschiedenen Perspektiven auf dem Prüfstand. Auf dem ersten Panel unter Leitung von Professor Mathias Jopp (IEP) wurden die Modernisierungs- und Stabilisierungsfunktionen der EU-Nachbarschafts- und Erweiterungspolitik vor allem mit Blick auf den Balkanraum und die Türkei sowie die Schwierigkeiten einer gemeinsamen EU-Russlandpolitik in politischer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht erörtert.

Das zweite Panel widmete sich unter dem Vorsitz von Dr. Arend Oetker (DGAP) der EU als globaler Akteur. Schwerpunkte waren die weltwirtschaftlichen Herausforderungen der EU, die externen Probleme der inneren Sicherheit der EU im Zeitalter von Terrorismus und transnational organisierter Kriminalität (Parl. StS Peter Altmaier, BMI und EUD) sowie die politischen und ökonomischen Beziehungen zu Amerika. Das Verhältnis der EU zu China wurde mit einigen kritischen Anmerkungen vom chinesischen Botschafter Canrong Ma unter die Lupe genommen. Im Zentrum der Diskussion stand die Frage nach dem adäquaten Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichen und energiepolitischen Interessen und Erfordernissen einerseits (Minister a.D. Dr. Dieter Spöri, Netzwerk EBD und Daimler AG) und dem Ziel der Stärkung von Demokratie und Menschenrechten andererseits.

Wie ein roter Faden zog sich zudem durch die Veranstaltung die Forderung nach der Einheit eines Europas der Nationen in einer Welt der Kontinente, um die dringend notwendige gemeinsame Handlungsfähigkeit der Europäer gegenüber den massiven neuen Herausforderungen in den Bereichen Sicherheit, Weltwirtschaft und Globalisierung, Migration, Energieversorgung, Klimawandel und Ressourcenverknappung zu erreichen.

Bildergalerie

Wiedervereinigung Europas – Wege in die Zukunft

Foto: Jürgen Daum

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