Inwieweit arbeiten die EU und die USA bei der Demokratisierung der Ukraine erfolgreich und gemeinsam? Gibt es Verbesserungsmöglichkeiten und -wünsche? Der freie und faire Ablauf der Parlamentswahlen am 30. September deutet auf eine Stabilisierung des politischen Systems hin. Doch der Enthusiasmus der Orangen Revolution vom Dezember 2004 ist schon lange
verflogen. Unter dem Titel »Democracy Promotion in Ukraine – Is there a common
Transatlantic Approach?« lud die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige
Politik (DGAP) am 23. Oktober 2007 zu einem ganztägigen Expertengespräch ein.
Die Veranstaltung wurde moderiert von Andreas Beckmann, Koordinator eines entsprechenden Projekts im Programm USA/Transatlantische Beziehungen.
Auf dem ersten von drei Panels widmete sich Balint Molnar, stellvertretender Direktor von Freedom House Europa, der Frage was unter dem Begriff Demokratisierung konkret zu verstehen ist und wie sich die Ukraine in den verschiedenen Teilbereichen in den letzten Jahren entwickelt hat. Besondere Probleme bestehen demnach unverändert im Bereich der Korruptionsbekämpfung. In der zweiten Runde schilderte Adam Sauer, Senior Program Officer bei der Polish-Ukrainian Cooperation Foundation PAUCI, die transatlantischen Aspekte seiner Arbeit im Rahmen der Demokratieförderung in der Ukraine und formulierte Unterschiede, Defizite und Verbesserungsmöglichkeiten bei der Kooperation zwischen Europäern und Amerikanern. Gabriele Baumann, Referatsleiterin MOE im Team Europa / Nordamerika der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin, und Manfred Wichmann, Projektleiter Mittel- und Osteuropa sowie Kiever Repräsentant der Friedrich Naumann Stiftung Foundation, berichteten über die Arbeit politischer Stiftungen aus strategischer Perspektive und vor Ort. Einen anderen zentralen Aspekt, die Situation im Bereich eines freien und pluralistischen Mediensystems und der Rolle europäischer und amerikanischer Akteure bei dessen Förderung, analysierte Wilfried Jilge vom Zentrum für Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig. Auf dem dritten Panel sprachen Kostyantyn Gryshchenko, Außenpolitischer Berater des noch amtierenden ukrainischen Premierministers über die Rolle von USA und EU aus ukraninischer Sicht sowie Alexander Rahr, Leiter der Programmgruppe Russland / Eurasien bei der DGAP über Rolle und Interessen Russlands. Abschließend wagte Dr. Nathaniel Copsey, CEELBAS Fellow am European Research Institute des Centre for Russian and East European Studies an der Universität Birmingham, einen Ausblick auf die transatlantische Zukunft der Demokratieförderung in der Ukraine und machte dabei bemerkenswerte Vorschläge für eine angemessene Aufgabenteilung.
Das Forschungsprojekt »Democracy Promotion in Ukraine« wird durch eine Zuwendung des German Marshall Fund of the United States ermöglicht.
„Wir dürfen von Obama keine Wunder erwarten“
Expertenrunde analysiert den Wahlsieg von Barack Obama und seine Folgen für Europa
06.11.2008
Maghreb nicht oben auf der Agenda von Barack Obama
Interview mit Henning Riecke
19.11.2008 | Deutsche Welle TV
Die neue US-Regierung und der anstehende Weltfinanzgipfel
Interview mit Katharina Gnath
10.11.2008 | nordwest radio
Die Zukunft der deutsch-amerikanischen Beziehungen
Am 28. Oktober sprach Simon Koschut an der Universität Leipzig über die
Zukunft der deutsch-amerikanischen Beziehungen angesichts der Wahlen in den
USA.
28.10.2008
Defizitäre Vorbild-Demokratie Amerika
Bei der Expertentagung des Arbeitskreises Demokratieforschung der Deutschen
Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) vom 16. bis 18. Oktober 2008
in Hamburg präsentierte Josef Braml sein Papier zum Thema „Defizitäre
Vorbild-Demokratie Amerika“.
16.10.2008
Am 2. Oktober 2008 hielt Josef Braml im „Wannseeforum“ einen Vortrag und
diskutierte mit den Stipendiaten der Studienstiftung des deutschen Volkes
das Thema „Weltverträgliche Energiesicherheitspolitik“.
02.10.2008
Abonnieren Sie unseren RSS-Feed