Vom 3. bis 21. September 2007 fand das Einführungsseminar des Carl Friedrich Goerdeler-Kollegs der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart, Berlin, Potsdam und Leipzig statt. Das Stipendienprogramm für Nachwuchsführungskräfte aus Mitteleuropa wurde in diesem Jahr in Gedenken an den Widerstandskämpfer, Leipziger Oberbürgermeister, engen Vertrauten Robert Boschs und engagierten Verwaltungsbeamten auf den Namen Carl Friedrich Goerdeler-Kolleg getauft.
Zum mittlerweile siebten Mal verbringen Fünfundzwanzig junge, überdurchschnittlich qualifizierte Polen, Tschechen, Slowaken und Ungarn aus der öffentlichen Verwaltung oder ihr nahe stehenden, gesellschaftsrelevanten Institutionen als Stipendiaten der Robert Bosch Stiftung neun Monate in Deutschland. Ziel des Programms ist es, einen Beitrag zur Qualifizierung der heranwachsenden Führungseliten und zum Aufbau einer modernen Verwaltung in unseren östlichen Nachbarländern zu leisten und damit zugleich der Verständigung zwischen Deutschen, Polen, Tschechen, Slowaken und Ungarn zu dienen. Zudem zielt das Programm auf den Ausbau eines länderübergreifenden Netzwerks von Nachwuchsführungskräften ab.
Die Stipendiaten lernen die deutsche Verwaltung kennen und machen sich mit europäischen Vorschriften vertraut, indem sie in deutschen Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden oder auch in privaten Einrichtungen mitarbeiten und an Intensivseminaren teilnehmen.
Das Zentrum für Mittel- und Osteuropa der Robert Bosch Stiftung in der DGAP ist verantwortlich für die konzeptionelle und organisatorische Vorbereitung und Durchführung der Begleitseminare.
Das Einführungsseminar vermittelt den Stipendiaten einen Überblick zu Geschichte, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Ein besonderer Akzent liegt dabei auf der öffentlichen Verwaltung. Das Einführungsseminar dient der Orientierung zu Beginn des Programmjahres und zur Vorbereitung auf die Arbeitsaufenthalte. Neben Vorträgen finden Podiumsdiskussionen, Exkursionen, Besichtigungen und Recherchen vor Ort sowie in Arbeitsgruppen statt – dies erleichtert den Zugang zu den Themen und bringt die Stipendiaten in Kontakt mit einer Vielzahl von Repräsentanten des öffentlichen und privaten Lebens in Deutschland.
Zu den zahlreichen Höhepunkten des Seminars gehörten unter anderem ein persönlicher Empfang der Stipendiaten durch Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundeskanzleramt, Diskussionen mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, Hans-Ulrich Klose, MdB und mit der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler.
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