Kambodscha: bereits im 12. Jahrhundert ein Land mit einer hoch entwickelte Kultur. Die Tempelstadt Ankor Thom war mit über 1 Million Einwohnern die größte Stadt der Welt und so groß wie das heutige Los Angeles. Vor 30 Jahren verwandelten die Roten Khmer das einstmals reiche Kulturland in ein kommunistisches Zwangsarbeiterlager und trieben fast die Hälfte ihrer Landsleute in den Tod.
Sabine Porn sprach mit dem Botschafter Kambodschas, S.E. Widhya Chem, Dr. Wibke Lobo vom Ethnologischen Museum Berlin und Detlef Buwitt, ehemaliger UN-Police-Commissioner in Kambodscha, über Geschichte und Zukunft des Landes.
Die Schreckensherrschaft der Roten Khmer und die Folgen dieser grausamen Zeit bildeten den Schwerpunkt des Gesprächs. Botschafter Chem betonte, dass die Kambodschaner grundsätzlich optimistische Menschen seien, doch können sie die Vergangenheit nicht vergessen. Die Aufarbeitung der Gräueltaten durch ein Tribunal sei daher sehr wichtig, so die Teilnehmer der Diskussion. Neben der jüngsten Vergangenheit des Landes war aber auch der unermessliche kulturelle Reichtum Kambodschas Thema. Die Tempelanlage Ankor stellt dabei den beeindruckendsten Kulturschatz des Landes dar. Diese Sehenswürdigkeit allein würde jährlich viele Hunderttausend Touristen anlocken und stellt so einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für Kambodscha dar, so der Botschafter.
Weitere Informationen zur Botschaftermatinée finden Sie unter www.inforadio.de.
Die Sendung wird am Sonntag, 11. November 2007 um 11:22 Uhr auf Inforadio 93,1 gesendet.
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