Am 8. Dezember 2006 fand die Abschlusskonferenz der Veranstaltungsreihe „Gesamtstaatliche Sicherheit“ statt, die durch das „Berliner Forum Zukunft“ (BFZ) des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und die Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) zwischen Januar und Dezember 2006 mit insgesamt acht Konferenzen durchgeführt wurde.
Die Abschlusskonferenz nahm die wesentlichen Aspekte der vorangegangenen Veranstaltungen auf und stellte diese in die politische Perspektive. Im ersten Teil der Veranstaltung hielt der Bundesminister des Innern, Dr. Wolfgang Schäuble, vor 120 Teilnehmern ein Grundsatzreferat zur Fortentwicklung des gesamtstaatlichen Sicherheitsnetzwerks in Deutschland und seiner Voraussetzungen.
Einleitend führte Dr. Schäuble aus, dass die frühere Unterscheidbarkeit von innerer Sicherheit und äußerer Verteidigung in Zeiten des Terrors nicht mehr aufrechtzuerhalten sei. Im Fokus des Analyseinteresses stehe dabei deshalb immer mehr die Frage nach der gesamtstaatlichen Sicherheit, die nur durch eine bessere Vernetzung und intensivere Abstimmung staatlicher Institutionen gewährleistet werden könne. Dr. Schäuble hob hervor, dass Freiheit und Sicherheit kein prinzipielles Gegensatzpaar seien, wobei das Luft- und Seesicherheitsgesetz Beispiele seien, wo der Staat gesetzgeberisch gezielt tätig werden müsse. Alles andere stelle ein „Wegducken“ vor Verantwortung dar, was nach dem 11. September 2001 für eine wehrhafte Demokratie nicht mehr akzeptabel sei. Das Modell eines „Nationalen Sicherheitsrates“ im Sinne einer zentral steuernden Instanz für deutsche Sicherheitspolitik lehnte der Minister ab, jedoch sei Deutschland im Bereich der besseren Koordinierung seiner Institutionen und Mittel noch nicht „optimal aufgestellt“.
Im zweiten Teil der Abschlusskonferenz debattierten die Bundestagsabgeordneten Jürgen Herrmann (CDU), Klaus Uwe Benneter (SPD), Elke Hoff (FDP), Silke Stokar von Neuforn (Grüne/B90) und Petra Pau (Linke/PDS) das Spannungsfeld zwischen notwendiger Schutzvorkehrungen für den Bürger und die notwendigen Grenzen, die eine solche Neustrukturierung der staatlichen Sicherheitspolitik benötige.
Anlass zur Konzeption dieser Veranstaltungsreihe durch das „Berliner Forum Zukunft“ war die intensive Beschäftigung mit den Veränderungen der internationalen Sicherheitspolitik. Die Verzahnung von innerer Sicherheit und äußerer Verteidigung bedingt in letzter Konsequenz eine Transformation des Sicherheitssektors: Die Frage nach einer effizienten Organisation der relevanten Sicherheitsbehörden und -institutionen ist vor dem Hintergrund begrenzter Ressourcen und des föderalen Aufbaus der Bundesrepublik Deutschland entscheidend für die staatliche Reaktionsfähigkeit.
Veranstaltungsübersicht der Reihe „Gesamtstaatliche Sicherheit“
Paul Freiherr von Maltzahn neuer geschäftsführender stellvertretender Präsident der DGAP
Ab 1. September 2010 wird Botschafter a. D. Paul Freiherr von Maltzahn neuer geschäftsführender stellvertretender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin.
01.09.2010
Russische Medien und die Waldbrände
Hintergrundgespräch mit Dr. Stefan Meister
13.08.2010 | Deutschlandradio Kultur
Interview mit Dr. Stefan Meister
08.08.2010 | WDR 5, Die Tagespost, Radio Fritz, NRW-RV
Call for Applications:
Czech-German Young Professionals Program
Bewerbungsschluss: 26. September 2010
Alexander Rahr trifft den Präsidenten der Ukraine, Viktor Janukowitsch
Alexander Rahr wurde am 18. Juni 2010 zusammen mit anderen Vorstandsmitgliedern von Yalta European Strategy vom ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch empfangen. Janukowitsch sprach über die verbesserte wirtschaftliche Lage im Land und über seine bevorstehende Deutschland-Reise. In diesem Zusammenhang erklärte Janukowitsch, dass er gute Beziehungen zu Deutschland unter anderem auch nutzen will, um wichtige politische Signale an die Europäische Union auszusenden. Die Ukraine möchte eine Freihandelszone mit der Europäischen Union begründen. Auch wünscht sich Janukowitsch die Abschaffung der Visen zwischen der Ukraine und der EU.
18.06.2010
Almut Möller, Leiterin des Alfred von Oppenheim-Zentrums für Europäische Zukunftsfragen, referierte am 15. Juni 2010 bei der Tagung von EPIN in Istanbul zu “Europa 2030: Die Debatte um die Zukunftsstrategie der Europäischen Union”. Die Tagungen des Netzwerks europäischer Think Tanks finden regelmäßig zu aktuellen Fragen des Integrationsprozesses statt. Gastgeber in der Türkei war das Centre for Economics and Foreign Policy (EDAM).
15. Juni 2010
15.06.2010
Alexander Rahr moderierte am 10. Juni in Moskau eine Podiumsdiskussion auf der internationalen Konferenz "Drug Production in Afghanistan. A Challenge to the International Community." An der Konferenz nahmenteil: Russlands Präsident Dmitri Medvedev, Aussenminister Sergei Lawrow, NATO-Botschafter Dmitri Rogozin, Generäle der ISAF, Mitglieder des Regierungskabinetts von Afghanistan, Sicherheitspolitiker aus Indien, Türkei, Iran, Pakistan, Kolumbien, USA.
10.06.2010
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