Der Besuch von US-Präsident Barack Obama in Moskau am 6. bis 8. Juli 2009 hatte das Ziel, das amerikanisch-russische Verhältnis auf eine neue, kooperative Basis zu stellen. Was hat das Treffen gebracht? Wie weit sind die Positionen voneinander entfernt? Welche Rolle spielt der russische Ministerpräsident Wladimir Putin? Diese Fragen diskutierten die Experten Alexander Rahr, Programmdirektor Russland/ Eurasien der DGAP, und Dr. Josef Braml, Programmmitarbeiter USA/Transatlantische Beziehungen der DGAP, bei einem „Early Bird Breakfast“ am 8. Juli 2009 in den Räumen der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP). Die Veranstaltung, die unter dem Thema „Neuordnung der globalen Sicherheitsarchitektur: Was haben Obama und Medwedew vereinbart?“ stand, wurde von Prof. Dr. Eberhard Sandschneider, Otto Wolff-Direktor des Forschungsinstituts, moderiert.
Der Russland-Experte Alexander Rahr und der USA-Fachmann Dr. Josef Braml stimmten überein, dass der Besuch des amerikanischen Präsidenten in Moskau ein Signal zu einer grundsätzlichen Kooperationsbereitschaft darstelle. „Obama braucht die Unterstützung des russischen Präsidenten, um aktuelle Probleme im Iran und in Afghanistan zu lösen“, sagte Alexander Rahr. Nach Rahrs Ansicht ist Russland an einem ernsthaften Neustart interessiert, da Obama und Medwedew zu einer jungen Generation gehören und nicht dem Kalten Krieg verhaftet sind. Was die Verhandlung zur nuklearen Abrüstung anbetrifft, sei man einen großen Schritt vorankommen, sagte Rahr.
Das Problem sei, dass Russland und die USA verschiedene Weltbilder hätten, sagte USA-Experte Dr. Josef Braml: Obama gehe von einer unipolaren Welt unter Führung der USA aus, während Medwedew versuche, Russlands Position als ein wichtiger Akteur von vielen zu stärken. Weiterhin bestehen nach Ansicht von Braml Unterschiede in der Einstellung der beiden Präsidenten zur UNO und NATO: Die amerikanische Führung wolle die Rolle der NATO stärken und sie mit neuen Kompetenzen für den Umgang mit fragilen Staaten ausstatten. Die russische Führung sehe dies als Konkurrenz zur UNO, die auch ihre Machtposition schwächen würde, da Russland eine Veto-Möglichkeit im UN-Sicherheitsrat habe.
Rahr zufolge hat die amerikanische Führung darüber hinaus erkannt, dass Medwedew einen liberaleren Kurs verfolgt und nicht Putins konservative Gangart fortsetzt. Es sei aber nicht ratsam, Medwedew und Putin gegeneinander auszuspielen, weil Medwedew in allen Entscheidungen von Putin abhänge.
Paul Freiherr von Maltzahn neuer geschäftsführender stellvertretender Präsident der DGAP
Ab 1. September 2010 wird Botschafter a. D. Paul Freiherr von Maltzahn neuer geschäftsführender stellvertretender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin.
01.09.2010
Russische Medien und die Waldbrände
Hintergrundgespräch mit Dr. Stefan Meister
13.08.2010 | Deutschlandradio Kultur
Interview mit Dr. Stefan Meister
08.08.2010 | WDR 5, Die Tagespost, Radio Fritz, NRW-RV
Call for Applications:
Czech-German Young Professionals Program
Bewerbungsschluss: 26. September 2010
Alexander Rahr trifft den Präsidenten der Ukraine, Viktor Janukowitsch
Alexander Rahr wurde am 18. Juni 2010 zusammen mit anderen Vorstandsmitgliedern von Yalta European Strategy vom ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch empfangen. Janukowitsch sprach über die verbesserte wirtschaftliche Lage im Land und über seine bevorstehende Deutschland-Reise. In diesem Zusammenhang erklärte Janukowitsch, dass er gute Beziehungen zu Deutschland unter anderem auch nutzen will, um wichtige politische Signale an die Europäische Union auszusenden. Die Ukraine möchte eine Freihandelszone mit der Europäischen Union begründen. Auch wünscht sich Janukowitsch die Abschaffung der Visen zwischen der Ukraine und der EU.
18.06.2010
Almut Möller, Leiterin des Alfred von Oppenheim-Zentrums für Europäische Zukunftsfragen, referierte am 15. Juni 2010 bei der Tagung von EPIN in Istanbul zu “Europa 2030: Die Debatte um die Zukunftsstrategie der Europäischen Union”. Die Tagungen des Netzwerks europäischer Think Tanks finden regelmäßig zu aktuellen Fragen des Integrationsprozesses statt. Gastgeber in der Türkei war das Centre for Economics and Foreign Policy (EDAM).
15. Juni 2010
15.06.2010
Alexander Rahr moderierte am 10. Juni in Moskau eine Podiumsdiskussion auf der internationalen Konferenz "Drug Production in Afghanistan. A Challenge to the International Community." An der Konferenz nahmenteil: Russlands Präsident Dmitri Medvedev, Aussenminister Sergei Lawrow, NATO-Botschafter Dmitri Rogozin, Generäle der ISAF, Mitglieder des Regierungskabinetts von Afghanistan, Sicherheitspolitiker aus Indien, Türkei, Iran, Pakistan, Kolumbien, USA.
10.06.2010
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