Zum Anlass des 40. Jahrestages des Prager Frühlings veranstaltete das Deutsch-Tschechische Gesprächsforum am 30. Mai 2008 von 10.00 bis 13.00 Uhr in der Botschaft der Tschechischen Republik in Berlin eine Konferenz unter dem Thema „Der Prager Frühling 1968: deutsche und tschechische Perspektiven“.
Nach einer Begrüßung durch den Gesandten der Tschechischen Republik, Dr. Milan Čoupek, wurde die Konferenz durch die beiden Ko-Vorsitzenden des Beirats des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums, Senator MUDr. Luděk Sefzig, und Prof. Gert Weisskirchen, MdB, eröffnet.
In zwei Panels diskutierten Wissenschaftler und Zeitzeugen aus Deutschland und der Tschechischen Republik Vorgänge des Jahres 1968 und ihre Auswirkungen auf die Gegenwart. Der Schwerpunkt des ersten Teils der Veranstaltung lag dabei auf der Reflexion des Prager Frühlings in der DDR und in der Tschechoslowakei. Die Referenten äußerten sich zufrieden darüber, dass der Thematik aus Anlass des Jahrestages vermehrt Aufmerksamkeit gewidmet werde, da die Auswirkungen noch nicht ausreichend erforscht seien.
Das zweite Panel widmete sich Fragen der Entwicklung der Zivilgesellschaft, wiederum aus ländervergleichender Perspektive. Den Ereignissen des Jahres 1968 in der Tschechoslowakei wurden dabei die Entwicklungen im Herbst ´89 in der DDR gegenübergestellt. Hierbei wurde deutlich, dass der Prager Frühling beträchtlichen Einfluss auf die DDR hatte, wobei dieser, abhängig von der Situation und dem Zugang zu Informationen, stark zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen variierte.
Es diskutierten: Stefan Wolle, Historiker, Forschungsverbund SED-Staat an der FU Berlin; Štěpán Benda, Regisseur, Filmemacher, ehemaliger Studentenaktivist; František Černý, Botschafter a.D., Journalist, und Wolfgang Templin, Publizist, Bürgerrechtler. Moderation: Jan Šícha und Hans Jürgen Fink.
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