„Urkunde der Registrierung“ für eine beantragte Lizenz und anschließende Bewilligung durch die Besatzungsbehörde für die Gründung der Zeitschrift „Europa-Archiv“ durch Wilhelm Cornides, dem späteren langjährigen Herausgeber in Frankfurt als erste außenpolitische Zeitschrift (Chefredakteur ab 1949: Hermann Volle) im besetzten Deutschland. Das erste, auf Juli 1946 datierte Heft erscheint im Folgemonat mit einer Auflage von 10 000 Stück.
Aufbau von Schnittarchiv, Dokumentation und Bibliothek, Grundstock der späteren Dokumentationsstelle der DGAP, und Herausgabe der ersten Dokumentationsbände in Deutschland zur internationalen Politik und Wirtschaft.
Erste Kontakte mit dem Centre d’Etudes de Politique Etrangère (Paris) und dem Royal Institute of International Affairs („Chatham House“, London).
Gründung des Instituts für Europäische Politik und Wirtschaft in Frankfurt unter Leitung von Theodor Steltzer, ehemals Mitglied des „Kreisauer Kreises“ und Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, mit einer Starthilfe der deutschen Bundesregierung sowie der Unterstützung durch Wirtschaft und amerikanische Institutionen in enger Verbindung mit dem „Europa-Archiv“. Träger: Deutsche Gesellschaft für europäische Politik und Wirtschaft.
Reise von Cornides und Steltzer in die USA zur Kontaktaufnahme mit amerikanischen Instituten, besonders dem Council on Foreign Relations, New York.
Vorbereitende Gespräche von Cornides und Steltzer mit Dr. Günter Henle (Geschäftsführender Gesellschafter von Klöckner & Co., MdB für die CDU 1949 bis 1953), Hermann J. Abs (Sprecher des Vorstands der Deutschen Bank), Wilhelm Beutler (Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie – BDI) und Erwin Lemmé (BDI), Staatssekretär Walter Hallstein, Prof. Dr. Wilhelm Grewe (Leiter der Politischen Abteilung des Auswärtigen Amtes), Otto Wolff von Amerongen, Erich Ollenhauer (SPD), Dr. Gerhart Lütkens (SPD), Bundespräsident Theodor Heuss (FDP);Besuch von Cornides und Steltzer im Chatham House sowie Besprechung in London unter Beteiligung von Vertretern der deutschen Wirtschaft, Dr. Heinrich von Brentano (CDU, Außenminister von 1955 bis 1963), mit Prof. Arnold Toynbee (Chatham House) über die Gründung eines deutschen Instituts.
Veröffentlichung des Gründungsaufrufs der DGAP. Unterzeichner: Hermann J. Abs, Fritz Berg (Präsident des BDI), Dr. Heinrich von Brentano, Dr. Thomas Dehler (Bundesvorsitzender der FDP von 1954 bis 1957), Ernst Friedlaender (Chefredakteur DIE ZEIT), Dr. Hans Goudefroy (Vorstandsvorsitzender der Allianz AG von 1948 bis 1961), Prof. Wilhelm Grewe, Prof. Dr. Walter Hallstein, Dr. Günter Henle, Dr. Andreas Hermes (Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Mitgründer der CDU), Prof. Dr. Erich Kaufmann, Ernst Lemmer (Mitgründer der CDU in Ostdeutschland, Abgeordneter des Westberliner Abgeordnetenhauses und MdB), Dr. Hans-Karl von Mangoldt-Reiboldt (Präsident des Direktoriums der Europäischen Zahlungsunion), Dr. Hans J. von Merkatz (Fraktionsvorsitzender der Deutschen Partei 1953 bis 1955 im Bundestag), Dr. h. c. Richard Merton (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Metallgesellschaft AG), Erich Ollenhauer (Vorsitzender der SPD 1952 bis 1963), Dr. August Oswalt (Mitinhaber des Frankfurter Bankhauses Georg Hauck & Sohn), Dr. h. c. Robert Pferdmenges (Präsident des Bundesverbands deutscher Banken), Theodor Steltzer, Dr. h. c. Hermann Weinkauff (Präsident des Bundesgerichtshofs), Dr. Heinrich Weitz (Präsident des Deutschen Roten Kreuzes). Am selben Tag erhalten mögliche Förderer der DGAP ein Einladungsschreiben zur Gründung eines Förderervereins.
Gründung der DGAP in der Bonner Universität mit Ansprachen von Günter Henle, Bundeskanzler Konrad Adenauer und Prof. Dr. Hans Rothfels, Wahl des Präsidenten Günter Henle und der Vizepräsidenten Fritz Berg, Dr. Gerhart Lütkens (1955), Fritz Erler (MdB für die SPD, ab 1956). Zusammen mit der DGAP wird auch der Fördererkreis der DGAP gegründet. 53 Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie traten bei.
Konstituierung des Forschungsausschusses (des späteren „Wissenschaftlichen Direktoriums“). Unter den 22 Mitgliedern: Arnold Bergstraesser, Herbert von Borch, Marion Gräfin Dönhoff, Theodor Eschenburg, Wilhelm Grewe, Werner Markert, Rudolf Meimberg, Eberhard Menzel, Hans Rothfels, Ulrich Scheuner, Karl Schiller, Carlo Schmid, Günther Schmölders, Wilhelm Treue. Vorsitzender des Gremiums: A. Bergstraesser. Wahl von A. Bergstraesser zum ersten Direktor des Forschungsinstituts.
Vortrag vor den Mitgliedern von Kurt-Georg Kiesinger und Carlo Schmid über den Moskau-Besuch Konrad Adenauers und seine Verhandlungen mit dem sowjetischen Parteichef, Nikita Chruschtschow.
Einrichtung der Geschäftsstelle in Bonn unter Dietrich Mende.
Erste Vorträge von ausländischen Gästen: Hugh Gaitskell, Raymond Aron, Prinz Bernhard der Niederlande, Sithu U Thant, Henry Kissinger, Jawaharlal Nehru.
Der erste Band des Jahrbuchs „Die Internationale Politik“ erscheint über das Jahr 1955.
Umzug von Forschungsinstitut, Zeitschrift und Bibliothek von Frankfurt nach Bonn.
Beginn eines internationalen Projekts „Strategie für Europa“ zwischen dem Institute for Strategic Studies (London), dem Centre d’Etudes de Politique Etrangère (Paris) und dem Forschungsinstitut der DGAP, das zu diversen Publikationen führt.
Einrichtung eines Referats „Rüstungskontrolle und internationale Sicherheit“ und Einsetzung der „Studiengruppe Internationale Sicherheit“ (heute „für strategische Fragen“) unter dem Vorsitz von Fritz Erler (spätere Vorsitzende: Helmut Schmidt, Karl Mommer, Alfons Pawelczyk, Egon Bahr, Karsten Voigt, Hans-Ulrich Klose, alle SPD). Die Studiengruppe tagt zum ersten Mal am 12. Januar 1962 und war „wohl überhaupt das erste größere partei- und fachübergreifende außenpolitische Studienforum von internationalem Rang“ in der Bundesrepublik Deutschland (Hans-Adolf Jacobsen, zitiert in: Eisermann, S. 138).
Robert F. Kennedy, Justizminister der USA, hält einen Vortrag über „The New Frontier and the New Europe“, den insgesamt über 600 Mitglieder, Gäste und Pressevertreter besuchen.
Einrichtung der „Studiengruppe für die deutschen Beziehungen zur Sowjetunion und zu den übrigen Ländern des Ostens“ (später: Studiengruppe für Ost/West-Beziehungen, heute: Studiengruppe für Europapolitik) unter dem Vorsitz von Kurt Birrenbach (spätere Vorsitzende: Richard Freiherr von Weizsäcker, Alois Mertes, Hans Stercken, Friedbert Pflüger, alle CDU). Ihre erste Sitzung findet am 16. Dezember 1965 statt.
Erste größere „Kolloquien zu Fragen internationaler Sicherheit“ mit Experten aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Publizistik sowie „European American Conferences“ im Haus Leerbach, Bergneustadt, und im Haus Rissen, Hamburg.
Mit nur 46 Jahren erliegt Wilhelm Cornides einer Krankheit. Der Journalist Dr. Wolfgang Wagner tritt die Nachfolge auf den Posten des Geschäftsführenden stellvertretenden Präsidenten und des Direktors des Forschungsinstituts an.
Wolfgang Wagner wird Herausgeber des „Europa-Archiv“.
Teilnahme des Forschungsinstituts an der Konstituierung der ständigen Ost/West-Konferenz der Direktoren außenpolitischer Institute in Marienbad/CSSR.
Erörterung der vertraulichen Studie einer Arbeitsgruppe über Probleme einer Anerkennung der DDR in der Studiengruppe für Ost/West-Beziehungen. Das Vorhaben einer Veröffentlichung der Studie zerschlägt sich nach der Bildung der SPD/FDP-Regierung 1969.
Einrichtung einer Arbeitsgruppe „Alternativen für Europa“ (in Reaktion auf französische Modellvorstellungen) und Veröffentlichung im „Europa-Archiv“.
Erstes Gemeinschaftsprojekt mit Chatham House und Publikation „Strukturwandlungen der Außenpolitik in Großbritannien und der Bundesrepublik“.
Arbeitsgruppe „Außenpolitische Perspektiven des westdeutschen Staates“ und Publikation dreier Sammelbände.
Der Forschungsausschuss wird durch das kleinere Wissenschaftliche Direktorium abgelöst.
Auf Anregung der Bundesregierung Einrichtung einer Arbeitsgruppe über die Probleme einer zukünftigen deutschen Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen und Veröffentlichung eines Buches zu diesem Thema.
Erstes zweiseitiges Kolloquium mit dem Polnischen Institut für Internationale Angelegenheiten (PISM, Warschau).
Beginn der regelmäßigen Konferenzen mit dem Institut für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen der Akademie der Wissenschaften der UdSSR (IMEMO) in Bonn. Ein wichtiges Thema dieser Gespräche war das Projekt einer Europäischen Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit.
Prof. Dr. Karl Kaiser wird neuer Direktor des Forschungsinstituts.
Einrichtung der Projektgruppe zur Nichtverbreitung von Kernwaffen unter Vorsitz von Karl Kaiser, später mit Wolf Häfele und Jörg van Essen (FDP).
Auf Anregung der Bundesregierung Einrichtung des Forums Bundesrepublik Deutschland-Volksrepublik Polen (später: „Deutsch-Polnisches Forum“) und Betreuung durch das Forschungsinstitut einschließlich des Lenkungsausschusses (Vorsitz: Karl Kaiser, danach Johannes Bauch).
Kurz vor den Schlussabstimmungen im Deutschen Bundestag über die deutsch-polnischen Verträge führt das Forschungsinstitut zusammen mit dem Polnischen Institut für Internationale Angelegenheiten (PISM) eine Konferenz in Bonn durch.
Das erste Deutsch-Polnische Forum findet in Bonn statt.
Internationale Fachkonferenz des FI zum Thema „Reconciling Energy Needs and Nonproliferation: Perspectives on Nuclear Technology and International Politics“. An ihr nehmen etwa 100 Teilnehmer aus über 20 Ländern teil.
Der deutsche Außenminister, Hans-Dietrich Genscher, spricht auf der Festveranstaltung zum 25. Jahrestag der Gründung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik in Bonn über „Deutsche Außenpolitik für die 80er Jahre“.
Die Denkschrift „Die Sicherheit des Westens. Neue Dimensionen und Aufgaben“ wird veröffentlicht. Sie war gemeinsam mit dem Council on Foreign Relations, dem Institut Français des Relations Internationales und dem Royal Institute of International Affairs mit neuen Konzepten zu „out-of-area“-Einsätzen und „Coalition of the willing“ erarbeitet worden.
Einrichtung der „Studiengruppe für weltwirtschaftliche Zusammenarbeit“ (heute „Globalisierung und weltwirtschaftliche Zusammenarbeit“). Vorsitz: Martin Grüner, später Heinrich Kolb (beide FDP), Siegmar Mosdorf, Ditmar Staffelt (beide SPD).
Hermann Volle wird nach über 40 Jahren als Chefredakteur des „Europa-Archiv“ von Dr. Jochen Thies abgelöst.
Die Bibliothek und Dokumentationsstelle wird Mitglied im Fachinformationsverbund „Internationale Beziehungen und Länderkunde“. Dieser Verbund aus anfangs elf Instituten aus Deutschland soll aus deren Fachgebieten Literatur- und Faktendatenbasen nach einheitlichen methodischen Verfahren arbeitsteilig aufbauen und gemeinsam nutzen.
S. M. Emir Hussein, König von Jordanien, hält einen Vortrag über Friedensbemühungen für den Nahen Osten.
Rajiv Gandhi, Ministerpräsident von Indien, spricht auf einer Veranstaltung über Wirtschaftspolitik.
Bundesminister Wolfgang Schäuble hält auf der Mitgliederversammlung einen Vortrag über „Die deutsche Frage in Europa“.
Einrichtung einer „Arbeitsstelle Frankreich“ und des Gesprächskreises Frankreich/deutsch-französische Beziehungen, Vorsitz: Karl Kaiser, später Karl Lamers, Andreas Schockenhoff (beide CDU).
Nelson Mandela spricht über die Zukunft Südafrikas.
In Anwesenheit von Otto Wolff von Amerongen, dem langjährigen Förderer der DGAP, und Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt, wird das Amt des Direktors des Forschungsinstituts in „Otto Wolff-Direktor“ umbenannt.
Die Bibliothek und Dokumentationsstelle beteiligt sich an der Kooperation von 32 politikwissenschaftlichen Instituten aus ganz Europa, dem „European Information Network on International Relations and Area Studies“.
Dr. Angelika Volle wird Chefredakteurin des „Europa-Archiv“.
Benazir Bhutto, die Premierministerin der Islamischen Republik Pakistan, hält einen Vortrag über die Politik ihres Landes in Südasien.
Umbenennung der Zeitschrift „Europa-Archiv“ in Internationale Politik und Berufung von Prof. Dr. Werner Weidenfeld als Herausgeber.
Festakt zum 40-jährigen Bestehen der DGAP, bei dem Bundespräsident Roman Herzog vor den im Bonner „Wasserwerk“ versammelten Gästen seine erste außenpolitische Rede hält.
Einrichtung der Körber-Arbeitsstelle Russland/Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), heute: Körber-Zentrum Russland/GUS.
Abschluss des Kaufvertrags mit dem Berliner Senat über den Erwerb der ehemaligen Königlich Jugoslawischen Gesandtschaft in der Rauchstraße 17/18 in Berlin-Tiergarten.
Beginn des Forschungs- und Vortragsbetriebs in Berlin mit fünf Mitarbeitern.
Einrichtung des Gesprächskreises Polen/deutsch-polnische Beziehungen unter dem Vorsitz von Hans-Dietrich Genscher.
Beginn des von der Robert Bosch Stiftung geförderten Projekts „Forum europäische Außenpolitik“ mit Sommerschulen, „New Faces“-Konferenzen und Expertentagungen für Nachwuchs in Ost- und Westeuropa (heute: Forum Europäische Außen- und Sicherheitspolitik).
Festakt im Bonner „Wasserwerk“ zum 50. Jubiläum der Zeitschrift „Europa-Archiv“/INTERNATIONALE POLITIK. Dabei sprechen die Bundestagspräsidentin, Rita Süssmuth, Otto Wolff von Amerongen und Dr. Werner Lamby, Präsident der DGAP.
Beginn eines von der Volkswagen-Stiftung geförderten Forschungsprojekts über „Regionalkonflikte und internationale Energiesicherheit zu Beginn des 21. Jahrhunderts.“
Umzug der DGAP von Bonn nach Berlin.
Einrichtung der Arbeitsstelle Mittelosteuropa (heute: Mitteleuropa) mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung und der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung in Nachfolge der Arbeitsstelle Polen/deutsch-polnische Beziehungen.
Beginn eines 2-jährigen, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsprojekts „Asyl- und Migrationspolitik in der Europäischen Union“.
Erste Sitzung der neu konstituierten Projektgruppe „Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen und sensitiven Technologien“, geleitet von Jörg van Essen (FDP), wissenschaftlich betreut von Prof. Erwin Häckel.
Bilaterales Symposion des Forschungsinstituts mit dem Chinese People’s Institute of Foreign Affairs in Peking über die Globalisierung sowie das zunehmende Gewicht Chinas in Weltpolitik und Weltwirtschaft.
Einrichtung des Gesprächskreises Tschechien/deutsch-tschechische Beziehungen (heute: Mitteleuropa / Deutschland–Tschechien–Slowakei–Ungarn), Vorsitz: Christian Schmidt (CSU).
Das „Berliner Forum Zukunft“ (BFZ) nimmt die Arbeit auf. Ziel dieses Projekts ist es, in enger Kooperation mit Wirtschaft und Politik Themen aus den strategisch wichtigen Bereichen Weltraumpolitik, Europäische Verteidigungspolitik, internationale Luftverkehrspolitik sowie Luft- und Raumfahrtindustrie und -technologie zu behandeln.
Der Bericht einer von der japanischen Regierung einberufenen Expertenkommission, dem „Tokio-Forum über Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen und Abrüstung“, dem der stellvertretende Direktor des Forschungsinstituts Joachim Krause angehörte, wird veröffentlicht. Der Bericht kommt zu alarmierenden Schlussfolgerungen und macht eine Reihe von konkreten Vorschlägen, wie dem drohenden Zerfall der internationalen Nichtverbreitungsregime entgegengewirkt werden könne.
Feierliche Einweihung des wiederhergestellten Gebäudes der DGAP in der Rauchstraße mit einer Rede von Bundeskanzler Gerhard Schröder.
In einem gemeinsam verfassten „Stuttgarter Appell an Bund und Länder, Wissenschaft und Wirtschaft“ plädieren die DGAP, die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) und die Robert Bosch Stiftung „Für mehr Internationalität in Bildung, Ausbildung und Personalpolitik“. Der Appell beruht auf einem Symposion, das diese Organisationen am 8. und 9. Februar 1999 in Stuttgart abgehalten hatten.
Erste Sitzung der wieder eingesetzten Projektgruppe Weltraumpolitik unter dem Vorsitz des Bremer Senatspräsidenten, Henning Scherf (SPD).
Verabschiedung einer neuen Satzung auf der Mitgliederversammlung und Wahl eines neuen Präsidiums unter dem Präsidenten Dr. Ulrich Cartellieri und dem Geschäftsführenden stellvertretenden Präsidenten Dr. Immo Stabreit. Das Geschäftsführende Präsidium wird durch den Exekutivausschuss ersetzt. Redner auf der Mitgliederversammlung ist Außenminister Joschka Fischer, der über Grundsatzfragen deutscher Außenpolitik spricht.
Erste Tagung des EU-Russland-Forums für Außen- und Sicherheitspolitik in Berlin, das von der Körber-Arbeitsstelle Russland/GUS begründet wurde und von der Europäischen Kommission gefördert wird.
Die erste Folge der INTERNATIONALE POLITIK Transatlantic Edition, der englischen Ausgabe der Zeitschrift der DGAP, erscheint.
Erste Sitzung der neuen „Studiengruppe für globale Zukunftsfragen“ unter der Leitung von Dr. Reinhard Loske (Bündnis 90/Die Grünen).
Seminar „Germany and the Nordic Countries“, zusammen mit dem „Danish Institute of International Affairs“, dem „Finnish Institute of International Affairs“, dem „Norwegian Institute of International Affairs“, den Nordischen Botschaften, der „Stiftung Wissenschaft und Politik“ und dem „Swedish Institute of International Affairs“. Das Seminar befasst sich mit den skandinavisch-deutschen Beziehungen.
Erstmalig findet die Sommerschule im Haus der DGAP in Berlin statt.
Einrichtung der „Arbeitsstelle Europa“, die die europapolitische Diskussion verfolgen und durch Veröffentlichungen begleiten soll.
Internationale Tagung über internationale Energiesicherheit und regionale Instabilitäten, zusammen organisiert mit dem Belfer Center for Science and International Affairs (Harvard University) unter Teilnahme von Experten aus den USA, Großbritannien, Russland, Israel, Kasachstan, der Türkei, Norwegen und Deutschland.
Das Internetportal „weltpolitik.net“ geht online. Es besteht aus dem Bereich „Policy Forum“ und den Rubriken „Regionen“ und „Sachgebiete“. Das Policy Forum informiert zu ausgewählten, aktuellen Themen der internationalen Politik durch Analysen von Experten und mit Positionspapieren von Akteuren. Unter der Rubrik Regionen findet der Besucher Informationen über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wichtiger Länder. Unter der Rubrik Sachgebiete stehen Themen aus der internationalen Politik und Wirtschaft.
Einrichtung der „Arbeitsstelle USA/Transatlantische Beziehungen“ zur Analyse der amerikanischen Außenpolitik und der Entwicklung der transatlantischen Beziehungen.
Internationales Expertentreffen unter der Leitung von Prof. Dr. Erwin Häckel zum Thema „Entsorgung von russischem Waffenplutonium“.
Vortrag des Außenministers des Staates Israel, Shimon Peres, über „The Middle East Predicament and the Peace Process“.
Der Schriftsteller Mario Vargas Llosa spricht zum Thema „Globalization and Local Cultures. Does Globalization Produce a Global American Culture?“
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post AG, Dr. Klaus Zumwinkel, spricht über „Transport und Logistik unter Bedingungen der Globalisierung“.
Vortrag des ehemaligen SED-Spitzenfunktionärs Günter Schabowski im Haus der Geschichte, Bonn, zum Thema „Die Außenpolitik der SED im Spannungsfeld zwischen Gorbatschows Reformen und der Politik der Bundesregierung“.
Deutsch-polnisches Wirtschaftsgespräch. An der Tagung, die sich mit den Auswirkungen des Strukturwandels in den beiden Ländern befasste, nehmen hochrangige Vertreter von Wirtschaft und Politik aus beiden Ländern teil.
Gemeinsames Seminar mit dem Shanghai Institute for International Studies über “China and Europe: Two Global Actors in a Globalized World“. Themen sind u. a.: Modernisierung der VR China, Veränderungen der Außenpolitik Pekings, die bilateralen Beziehungen zwischen EU und der VR China.
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Hartmut Mehdorn, spricht zum Thema „Kyoto, Mobilität und Umwelt – Die Rolle der Bahn in der Verkehrspolitik im 21. Jahrhundert“.
Auf einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft und dem Deutsch-Russischen Forum spricht in Essen der Staatspräsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, zum Thema „Wirtschaftliche Entwicklung in Russland und Perspektiven der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen“.
Konferenz des Forschungsinstituts mit dem Institute for German Studies der Birmingham University und dem Royal Institute of International Affairs (London) über den außenpolitischen Entscheidungsprozess in Großbritannien und in Deutschland. Anlass war die Vorstellung des Buches „Germany’s New Foreign Policy – Decision Making in an Interdependent World“.
Neuer Präsident der DGAP wird Hans-Dietrich Genscher.
Neuer Geschäftsführender stellvertretender Präsident der DGAP wird Leopold Bill von Bredow.
Das erste Deutsch-Polnische Forum mit geändertem Format tagt in Warschau. Teilnehmer sind neben vielen Experten u. a. der polnische Staatspräsident Alexander Kwasniewski, der polnische Außenminister Wlodzimierz Cimoszewicz sowie sein deutscher Kollege Joschka Fischer.
Vortrag von Hamid Karzai, Vorsitzender der Übergangsverwaltung Afghanistans, zum Thema „The Situation in Afghanistan – Perspectives of Reconstruction“.
Michail Chodorkowskij, Vorstandsvorsitzender der Jukos-Ölgesellschaft, spricht zum Thema: Der Faktor Energie als Motor für die Veränderung der russischen Wirtschaftspolitik.
Der Staatspräsident der VR China, Jiang Zemin, spricht über die Devise: Gemeinsam für eine neues Jahrhundert des Friedens und der Prosperität.
Das Forschungsinstitut der DGAP veranstaltet zusammen mit dem Institut français des relations internationales (ifri) in Paris eine bilaterale Konferenz zum Thema der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP). Die Teilnehmer debattieren über die strukturellen und finanziellen Hindernisse beim Aufbau einer europäischen Verteidigung und über das Verhältnis der ESVP zur NATO.
Abdullah II. Bin Al-Hussein, König des Haschemitischen Königreichs Jordanien, hält einen Vortrag zum Thema „Jordan’s Role in the Middle East“.
In Prag findet die internationale NATO-EU-Russland-Konferenz statt. Den russischen Hauptvortrag hält Präsidentenberater Sergej Jastrshembskij. Neben hochrangigen Vertretern der russischen Führungsspitze nehmen Vertreter der EU-Kommission sowie drei stellvertretende Generalsekretäre der NATO an der Konferenz teil. Debattiert wird über die neue Rolle der NATO nach der zweiten Welle der Osterweiterung und die veränderte russische Haltung Russlands gegenüber der NATO im Hinblick auf die Bedrohung durch den internationalen Terrorismus.
Die führende Oppositionspolitikerin der Ukraine aus dem national-liberalen Lager, Julia Timoschenko, spricht zum Thema: Auswege aus der außenpolitischen Isolation und der wirtschaftlichen Krise der Ukraine.
Sabine Rosenbladt, zuletzt Chefredakteurin von „Die Woche“, löst Angelika Volle als Chefredakteurin der INTERNATIONALE POLITIK ab.
Zum Abschied des Otto Wolff-Direktors des Forschungsinstituts, Karl Kaiser, findet eine internationale Konferenz statt: America’s Changing Role in the World. Implications for World Order and Transatlantic Relations. Außenminister Joschka Fischer hält am Vorabend der Konferenz die Grundsatzrede. An der Konferenz selbst nehmen Referenten aus den USA, Kanada, vielen europäischen Ländern, Russland, Japan, China und Indonesien teil, darunter Zbigniew Brzezinski, Graham Allison, Stanley Hoffmann, David Calleo, Helmut Sonnenfeldt, Henry Nau, Stephen Szabo, Martin Feldstein, Guido Goldman, Cesare Merlini, Thierry de Montbrial, Stefano Silvestri, Jusuf Wanandi, Yuan Ming, ZEIT-Chefredakteur Josef Joffe und der ehemalige polnische Verteidigungsminister Janusz Onyszkiewicz.
Der pakistanische Staatspräsident, General Pervez Musharraf, ist zu Gast in der DGAP.
Neuer Otto Wolff-Direktor des Forschungsinstituts wird Prof. Dr. Eberhard Sandschneider (Freie Universität Berlin).
Das Programm Asien-Pazifik des Forschungsinstituts der DGAP veranstaltet zusammen mit dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (JDZB) und der Friedrich-Ebert-Stiftung eine Konferenz zum Thema „Global Terrorist Threats: New Security Challenges – Implications for European-Japanese Security“.
Neuer Präsident der DGAP wird Alfred Freiherr von Oppenheim.
Der Sieger der Rosenrevolution in Georgien, Michail Saakaschwili, erläuterte den Mitgliedern der DGAP seine künftige Innen- und Außenpolitik.
Präsentation des Berichts der Unabhängigen Türkei-Kommission „Türkei in Europa – Mehr als ein Versprechen?“ Mit den Mitgliedern der Kommission: Martti Ahtisaari, dem ehemaligen Präsident von Finnland, Vorsitzender der Kommission; Albert Rohan, ehemaliger Generalsekretär für auswärtige Angelegenheiten, Österreich, Berichterstatter der Kommission; Kurt H. Biedenkopf, Ministerpräsident a. D.; Michel Rocard, ehemaliger Ministerpräsident von Frankreich.
Erste Sitzung der Arbeitsgruppe Zukunftswerkstatt der deutsch-russischen Beziehungen beim Petersburger Dialog, Hamburg.
Ivan Gasparovic, Staatspräsident der Slowakischen Republik, spricht zum Thema „Die Slowakei in der EU – Ein konstruktiver Partner“.
Expertengespräch zum Thema „Building a Nation from Ashes: Challenges and Opportunities for the Future und Timor-Leste’s Contribution to Regional Stability“ mit Kay Rala Xanana Gusmão, Präsident der Demokratischen Republik Timor-Leste, und Dr. José Ramos-Horta, Außenminister der Demokratischen Republik Timor-Leste und Friedensnobelpreisträger (1996).
Verabschiedung des Geschäftsführenden stellvertretenden Präsidenten, Leopold Bill von Bredow, und Einführung seines Nachfolgers, Fritjof von Nordenskjöld, in Anwesenheit des Bundesministers des Auswärtigen, Joschka Fischer.
Der Präsident der DGAP, Alfred Freiherr von Oppenheim, verstirbt unerwartet im 71. Lebensjahr.
Dr. Arend Oetker, Sabine Rosenbladt und Roland Gerschermann, Geschäftsführer des Frankfurter Societätsverlags, stellten über 400 Mitgliedern und Gästen im Haus der DGAP die neu gestaltete Zeitschrift IP vor.
Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Weidenfeld legt sein Amt als Herausgeber der IP nieder. Sie wird von nun an von der DGAP direkt herausgegeben.
Neuer Präsident der DGAP wird Dr. Arend Oetker.
Internationale Konferenz des Forschungsinstituts zum Thema „Unprepared? Germany in a Globalizing World“. Über 100 Wissenschaftler aus allen Teilen der Welt nehmen teil.
Der Staatspräsident der Bundesrepublik Nigeria, H.E. Chief Olusegung Obasanjo, spricht über das Thema: Nigeria: A Strong Emerging Economy.
Auf Einladung des Körber-Zentrums spricht Sergej Mironow, Vorsitzender des Föderationsrates der Russischen Föderation, zum Thema: Dialog des russischen Parlaments mit der Wirtschaft.
Erstes „Kamingespräch“ mit Eberhard Sandschneider und anderen Wissenschaftlern des Forschungsinstituts. DGAP-Mitglieder haben die Gelegenheit, aktuelle außenpolitische Themen mit den Mitarbeitern des Forschungsinstituts zu diskutieren.
Die DGAP richtet die zentrale Veranstaltung in Berlin zur Feier des 50-jähigen Bestehens der NATO aus. Nach einer internationalen Konferenz von etwa 60 Experten würdigt der NATO-Generalsekretär, Jaap de Hoop Scheffer, im Rahmen einer Vortragsveranstaltung gemeinsam mit dem deutschen Verteidigungsminister Peter Struck die wichtige Rolle Deutschlands im Nordatlantischen Bündnis.
Festakt zum 50-jährigen Bestehen der DGAP in der Berliner Philharmonie. Dr. Arend Oetker und Bundespräsident Horst Köhler würdigen die Rolle der DGAP als kritische Begleiterin der deutschen Außenpolitik.
Altbundeskanzler Helmut Kohl spricht auf einer Gedenkveranstaltung des Frankreich-Programm der DGAP, der Gesellschaft für übernationale Zusammenarbeit (GÜZ) und der Zeitschrift „Dokumente“ für den im Jahr 2004 verstorbenen Germanisten und Politologen Joseph Rovan.
Shimon Peres, Vize-Premierminister des Staates Israel, hält einen Vortrag zum Thema „The Redeployment from Gaza and its Implications for the Middle East“.
Vortragsveranstaltung zum 30. Jahrestag der Unterzeichnung der KSZE-Schlussakte von Helsinki. Hans-Dietrich Genscher, und Dmitrij Rupel, Vorsitzender der OSZE und Außenminister von Slowenien, sowie der Vorsitzende der FDP-Fraktion, Wolfgang Gerhardt, sprechen über die historische Bedeutung der KSZE-Schlussakte und die künftige Rolle der OSZE, die aus dem KSZE-Prozess heraus entstandene Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa.
Im Bonner Haus der Geschichte hält der Staatssekretär im Auswärtign Amt, Georg A. Boomgaarden, bei einer Festveranstaltung zum 50-jährigen Jubiläum der DGAP eine Rede.
November 2005
Gründung des »International Forum on
Strategic Thinking‹‹
Das Internationale
Forum für Strategisches Denken versteht sich als ein
Instrument der internationalen Nachwuchsförderung.
Besonderes Gewicht wird auf die nachhaltige Vernetzung
junger europäischer und außereuropäischer
Führungskräfte gelegt, um innerhalb des eigenen
Netzwerkes gemeinsame Lösungswege für globale
Herausforderungen zu erarbeiten. So initiiert es z.B. die
jährliche Sommerschule der DGAP für
Studierende.
The United States, Germany and Europe: Building a Global
Agenda.
Konferenz in Washington, DC
Die DGAP veranstaltete in Kooperation mit dem ACG eine
hochrangige Konferenz zum Austausch zwischen
Verantwortlichen auf deutscher und amerikanischer Seite
über wichtige Zukunftsfragen. Deshalb standen Themen
wie die Zukunft der Transatlantischen Allianz, die
Globalisierung und die Frage einer gemeinsamen
Energiestrategie im Zentrum. Besonderer Höhepunkt war
die Rede der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel am
12. Januar. Ihre Rede, die sie in der Residenz des
deutschen Botschafters vor den Teilnehmern der Konferenz
hielt, war ihr erster öffentlicher Auftritt als
Bundeskanzlerin in den USA.
Konferenz (Auftaktveranstaltung der Reihe »Gesamtstaatliche Sicherheit«), Die deutsche Sicherheitsarchitektur vor dem Hintergrund der veränderten Bedrohungslage – Perspektiven des Handlungsbedarfs; Mit Innenminister Jörg Schönbohm,Brandenburg; Dr. Rudolf Adam,Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik; Christoph Unger,Präsident Bundesamt für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz; Klaus Jansen, Vorsitzender Bund Deutscher Kriminalbeamter; Dr. Mattias G. Fischer,Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Neuere Rechtsgeschichte an der Universität Erfurt.
Zweites Mitteleuropa-Forum Budapest »Gegenwart der
Vergangenheit«. Die politische Aktualität
historischer Erinnerung in Mitteleuropa
Vier Tage diskutierten 30 junge Sozialwissenschaftler
und Journalisten sowie angehende Führungskräfte
aus Verwaltungen und Diplomatischen Diensten aus 14 mittel-
und osteuropäischen Staaten in Budapest, inwieweit
geschichtliches Erbe und dessen Instrumentalisierung die
Formulierung und Umsetzung von Politik in Mitteleuropa
beeinflussen. Fünf multinational und
interdisziplinär besetzte Arbeitsgruppen untersuchten
dabei die Rolle staatlicher Geschichtspolitik, der
gesellschaftlichen Wahrnehmung von Vergangenheit, deren
Darstellung und Diskussion in den Medien sowie die
wissenschaftliche Aufarbeitung von Geschichte.
Der Staatspräsident der Republik Georgien, Michail Saakaschwili, sprach über die außenpolitischen und innenpolitischen Prioritäten georgischer Politik. Eines der wichtigsten Vorhaben Georgiens ist es, bereits in wenigen Jahren der NATO beizutreten. Saakaschwili äußerte die Hoffnung, dabei auch von Deutschland unterstützt zu werden, ebenso wie bei den Konflikten um Abchasien und Südossetien. Sein Land sehe er als Stabilitätsfaktor im östlichen Schwarzmeer-Raum, der für die Wirtschaft und Energiesicherheit immer bedeutender wird. Laut Saakaschwili hat das neue Georgien nach der «Rosenrevolution« ein liberales Wertemodell und somit mehr politische und wirtschaftspolitische Gemeinsamkeiten mit den mittelosteuropäischen Staaten als mit seinen unmittelbaren kaukasischen Nachbarstaaten.
Viktor Iwanow über die strategische Partnerschaft
zwischen Russland und der Europäischen Union
Viktor Iwanow, der einflussreiche Berater des
russischen Präsidenten, sprach sich auf einer
Vortragsveranstaltung des Körber-Zentrums Russland/GUS
für eine Fortsetzung der strategischen Partnerschaft
zwischen Russland und EU in den so genannten
»vier gemeinsamen Räumen« aus. Aus
der Sicht von Generaloberst Iwanow, zuständig
für die Koordination des »Gemeinsamen
Raums für innere Sicherheit und Recht«, gibt es
in Bereichen wie Grenzkontrollen, Bekämpfung der
internationalen Kriminalität, des internationalen
Terrorismus, der illegalen Migration und Abbau von
Visumsbarrieren Erfolge zu verzeichnen. Iwanow
berichtete über die Reform des russischen
Justizsystems und die Angleichung des russischen
Rechtsraumes an europäische Standards.
Nicolas Sarkozy, französischer Innenminister und Parteivorsitzender der Regierungspartei UMP,erläuterte auf einer Veranstaltung der DGAP und der Konrad-Adenauer-Stiftung seine Europa-Politik. Die erweiterte EU brauche einen neuen Motor, für den sich am ehesten die Gruppe der sechs größten Mitgliedstaaten eigne. Das Kapital der deutsch-französischen Zusammenarbeit müsse gleichwohl bewahrt und in diese Gruppe eingebracht werden. Sarkozy unterstrich, dass er sich stets für den Europäischen Verfassungsvertrag eingesetzt habe, der jedoch in der vorliegenden Fassung nicht in Kraft treten werde. Als Ausweg schlug er drei Etappen vor: sofortige Umsetzung derjenigen institutionellen Verbesserungen der Verfassung, für die es keines neuen Vertrages bedarf. Bis 2008 solle ein neuer, kurzer Vertrag über weiter reichende Reformen ausgehandelt werden. In einer dritten Phase, nach den nächsten Wahlen zum Europäischen Parlament, müsse sich ein großer Konvent dann mit weiteren zentralen Themen beschäftigen. Sarkozy betonte, dass die EU keine Mitglieder mehr aufnehmen dürfe, solange in der Frage der Vertiefung keine Fortschritte zu verzeichnen seien.
Internationale Fachkonferenz zum Thema »Migration and Security«, veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem World Policy Institute in New York und der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin. Sie bildete den Auftakt eines internationalen Netzwerks zum Thema Einwanderung und Sicherheit. In dessen Rahmen wird in den nächsten Jahren die dringend notwendige systematische und politikorientierte Analyse der Zusammenhänge zwischen diesen beiden Themen erarbeitet werden. Durch das Projekt sollen Wissenschaftler und Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Medien zusammengeführt werden, und zwar zunächst aus den USA, Indien, Frankreich und Deutschland. Die Berliner Konferenz wurde unter anderem finanziell unterstützt von der Amerikanischen Botschaft, dem German Marshall Fund, Arnhold & S. Bleichroeder und der Mac Arthur Foundation.
Podiumsdiskussionzum Thema »Analyse der ukrainischen Wahlen: Bleibt die Ukraine auf Westkurs?‹‹ mit Alexander Tschalyj,ehemaliger Vizeaußenminister der Ukraine, Vizepräsident des Konsortiums Industrial-Group; Dr. Klaus Mangold, Vorstandsvorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft.
Umzug der BiDok
Der Lesesaal der Bibliothek- und Dokumentationsstelle der
DGAP zog vom Hans von Dohnanyi-Saal in das Otto
Wolf-Zimmer. Im ehemaligen Büro des stellvertretenden
geschäftsführenden Präsidenten, dem Reinhold
Würth-Zimmer, befindet sich nun der Handapparat der
BiDok.
S.E. Khurshid Mahmud Kasuri, Außenminister der Islamischen Republik Pakistan, zum Thema »Pakistan’s Role for Peace and Stability in Asia‹‹
Erste DGAP-Mitgliederreise im Europazug 2006
Die erste Mitgliederreise der DGAP im
»Europazug 2006« führte durch
Deutschland, Tschechien, Österreich, Slowenien,
Ungarn, die Slowakei und Polen. Der »Europazug
2006« war ein gemeinsames Projekt des MitOst e.V.,
der DGAP (Programm Mitteleuropa) und der
Edith-Stein-Gesellschaft Breslau. In einer europaweiten
Ausschreibung waren 50 junge Menschen aus den durchreisten
Ländern ausgewählt worden, die dann auf der Fahrt
verschiedene Europa-Projekte durchführten, oft
gemeinsam mit Partnern vor Ort. Auf 3500 Bahnkilometern
fuhren 15 DGAP-Mitglieder und die anderen Passagiere von
Berlin über Budweis (âeské
Budûjovice), Linz, Marburg (Maribor),
Fünfkirchen (Pécs), Kaschau (Kosiãe),
Krakau (Kraków) und Görlitz (Zgorzelec)
zurück nach Berlin. Vor Ort, im Rahmen von
Europafestivals, wurden die vorbereiteten Projekte
umgesetzt.
Start der überarbeiteten Website der
DGAP
Die Website der DGAP bietet Informationen
übersichtlich und in einem überarbeiteten Design
an.
Jahrbuch »Internationale Politik 2003/2004«
erscheint
Das Jahrbuch Internationale Politik kann
inzwischen auf eine über 50-jährige Tradition
zurückblicken. 2006 erschien die 25. Ausgabe.Es
setzt in jeder Ausgabe einen oder zwei thematische
Schwerpunkte, in denen die besonders relevanten
weltpolitischen Entwicklungen analysiert werden. Zudem
enthält es Analysen zu globalen politischen
Herausforderungen sowie Beiträge über die
wichtigsten weltpolitischen Akteure, insbesondere Staaten
und internationale Organisationen.
Zehnte Internationale Sommerschule
An der 10. DGAP Sommerschule zum Thema
»Global Challenges, Global Actors –
Sharing Responsibility for a Secure World« nahmen 25
Studierende aus 23 Ländern teil. Sie diskutierten mit
führenden Experten aktuelle außen- und
sicherheitspolitische Herausforderungen in Europa, Asien
und dem Nahen Osten. Nach einführenden Vorträgen
zu Themen wie Sicherheitssektorreform, Terrorismus,
Energiepolitik und Staatszerfall analysierten sie
regionalspezifische Problemstellungen und erarbeiteten
Policy Papers mit konkreten Politikempfehlungen.
Israelische Außenministerin Tzipi Livni zu Gast in
der DGAP
Unter größten Sicherheitsvorkehrungen
besuchte Tzipi Livni, stellvertretende Premierministerin
und Außenministerin des Staates Israel die DGAP.
Livni sprach zum derzeitigen Konflikt im Nahen Osten,
insbesondere zum Libanon-Krieg, und zu den damit
verbundenen Herausforderungen für Israel und der
internationalen Gemeinschaft. Im Anschluss an ihren Vortrag
beantwortete sie geduldig die Fragen der anwesenden
Mitglieder und Pressevertreter.
Eröffnung des Alfred von Oppenheim-Zentrum für
Europäische Zukunftsfragen
Dr. Arend Oetker, Präsident der DGAP, und Prof. Dr.
Erberhard Sandschneider sprachen in ihren Reden über
den Abschluss der Modernisierung der DGAP durch die
Einrichtung des Alfred von Oppenheim-Zentrums. Dr. John
Hulsman, der erste Alfred von Oppenheim-Scholar, stellte
das Ziel »Rebuilding Transatlantic Cooperation
Towards the Greater Middle East« vor. Christopher von
Oppenheim, der das Alfred von Oppenheim-Zentrum
maßgeblich fördert, äußerte sich
anerkennend über Hulsmans Ausführungen. Mit Ideen
dieser Art könne und werde das Oppenheim-Zentrum einen
wichtigen Beitrag zur europapolitischen Debatte
leisten.
Gründung des Forums München der DGAP in den HighLightTowers der Roland Berger Strategy Consultants GmbH, mit anschließendem Vortrag von Georg Boomgaarden, Staatssekretär im Auswärtigen Amt, zum Thema «Deutschland, Europa und der Nahe und Mittlere Osten‹‹.
Europapolitische Grundsatzrede von Bundeskanzlerin Frau
Dr. Angela Merkel »Die Rolle der Europäischen
Union auf der internationalen Bühne«
In ihrer ersten Rede vor der DGAP war es der Kanzlerin
ein besonderes Anliegen, auf die gemeinsame Wertebasis der
EU hinzuweisen. Diese müssten der dringend
benötigten gemeinsamen Politik der bald 27 EU-Staaten
zugrunde liegen. Die EU müsse nach außen
künftig geschlossen auftreten. Die hohe Dringlichkeit
des gemeinsamen Handelns demonstrierte Merkel anhand von
vier Kernthemen ihres Präsidentschaftsprogramms: der
gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP), der
Handelspolitik, des Klimaschutzes und der Energiepolitik.
Zum Abschluss wünschte Merkel dem neu gegründeten
Alfred von Oppenheim-Zentrum für Europäische
Zukunftsfragen der DGAP viel Erfolg.
Julia Timoschenko, ehemalige Premierministerin der Ukraine, sprach zum Thema »Ukraine und die Energiesicherheit für Europa‹‹. Zahlreiche Gäste kamen auf Einladung des Körber-Zentrums Russland/GUS der DGAP, um den Vortrag von Julia Timoschenko zu hören. Nach einem Grußwort von Hans-Ulrich Klose, MdB, sprach die Oppositionspolitikerin der Ukraine über die wirtschaftliche und politische Lage ihres Landes, vor allem aber über Fragen der Energieversorgung Europas.
H.E. the Rt. Hon. Prime Minister A. T. Diamini,Königreich Swasiland, sprach zum Thema »Cotton, Coal and Copper – Swaziland’s Position in Global Economy«
Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesminister des Innern, sprach zum Abschluss der Veranstaltungsreihe »Gesamtstaatliche Sicherheit« über die Sicht der Bundesregierung zu diesem Thema. Er erläuterte die Fortentwicklung des gesamtstaatlichen Sicherheitsnetzwerks in Deutschland. Im zweiten Teil der Abschlusskonferenz debattierten die BundestagsabgeordnetenJürgen Herrmann(CDU), Klaus Uwe Benneter(SPD), Elke Hoff(FDP), Silke Stokar von Neuforn(Grüne/B90) und Petra Pau(Linke/PDS) das Spannungsverhältnis zwischen Schutz und Bürgerrechten.
"Die Zeit der Annäherung an Europa ist vorbei"
Interview mit DGAP-Experte Alexander Rahr zum Kaukasus-Konflikt
26.08.2008
"Jeden Kommunikationskanal zu China offen halten"
Zum Abschluss der Olympischen Spiele: Interview mit Prof. Eberhard Sandschneider über Menschenrechte, Medienrummel und den richtigen Umgang mit China.
25.08.2008
Russland erkennt Südossetien und Abchasien an
Interview mit Stefan Meister
26.08.2008 | Nachrichten N24
Am 27. August 2008 diskutierte Josef Braml mit Crister Garret und Genevieve Libonati an der Evangelischen Akademie in Loccum die aktuellen
Kongress- und Präsidentschaftswahlen in den USA und gab einen Ausblick auf die Außenpolitik Amerikas nach George W. Bush.
27.08.2008
Religion und Politik in den USA
Im Rahmen der 4. Alumni-Konferenz des Roundtable USA an der Stanford
Universität in Kalifornien, vom 26. bis 29. Juni 2008, hielt Josef Braml
einen Vortrag zum Thema »Religious Groups in the U.S. and Their Influence
on Politics and (Foreign) Policy Making«.
29.06.2008
Perspektiven für transatlantische Zusammenarbeit
Im Rahmen einer Konferenz mit dem Arbeitstitel »Europe in the World«, die in
Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung vom Institute for Strategic
Studies in Krakau vom 19. bis 20. Juni 2008 organisiert wurde, erläuterte
Josef Braml die Perspektiven für transatlantische Kooperation nach den
US-Wahlen.
20.06.2008
Abonnieren Sie unseren RSS-Feed