Nichttarifäre Handelshemmnisse und Marktzugangsbarrieren

Veröffentlicht am 2007-11-05.

Im Rahmen der von der American Chamber of Commerce, dem BDI und dem F.A.Z.-Institut vom 5. bis 6. November 2007 organisierten »Ersten Transatlantischen Jahreswirtschaftskonferenz« referierte Josef Braml über die »Chancen für den Abbau nichttarifärer Handelshemmnisse und Marktzugangsbarrieren«.

Beim US-EU-Gipfel 2007 wurde eine von der Europäischen Kommission zu finanzierende Studie begrüßt, die Marktzugangsbarrieren für Handel und Investitionen identifizieren und den finanziellen Nutzen ihrer Beseitigung evaluieren sollte. Bei den gegenwärtigen Wirkungs-, Risiko- und Kosten-Nutzen-Analysen geht es laut Josef Braml vor allem um grundsätzliche methodische Fragen – nicht zuletzt darum, welche und wessen Methoden für die Analysen zugrunde gelegt werden. Die entscheidende politische Frage lautet demnach: Wem nutzt es?

Aufgrund divergierender Interessen auf beiden Seiten des Atlantiks gab es bislang keine nennenswerten Erfolge bei den Bemühungen, unterschiedliche Regulierungen und Normen zu harmonisieren. Seit der Erklärung des US-EU-Gipfels 2005 wurde nicht viel erreicht – mit Ausnahme der Tatsache, dass die Akteure sich 2006 verpflichteten, ihre Anstrengungen zu »verdoppeln«, und 2007 die Rhetorik der Wirtschaftsinitiative 2005 »nochmals bestätigt« wurde. Zwar wurde mit dem »Transatlantischen Wirtschaftsrat« eine institutionelle Grundlage geschaffen. Jedoch ist für den nächsten Gipfel eine erneute Beteuerung des bereits Bestätigten zu erwarten, wenn nicht die jeweiligen Partikularinteressen im politischen Aushandlungsprozess aufgegriffen werden.

 

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