In diesem Vortrag hat er darauf aufmerksam gemacht, dass das Thema Energieversorgungssicherheit inzwischen auch in der Bundesregierung nicht länger nur ein reines Wirtschaftsthema, sondern ein typisches Querschnittsthema der Globalisierung sei. Zudem hat er sich für die Beibehaltung eines Sockelbetrages ausgesprochen, da sich die politisch-wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des internationalen Kohlehandels bereits gegenwärtig stark verändern, wie neue Studien und Forschungsergebnisse zeigen. Laut dieser Studien wird Kohle weltweit, aber auch in Europa, der wichtigste Energieträger für die Stromerzeugung werden bzw. bleiben. Eine Verknappung auf den internationalen Kohlemärkten kann zukünftig nicht mehr ausgeschlossen werden. Unter Berücksichtigung neuer technologischer Innovationen und der rapide steigenden Kohleimporte aus China und Indien, während gleichzeitig Kohle zunehmend als strategische Reserve in China, Indien, USA und anderen Ländern betrachtet wird, dürfte auch die deutsche Steinkohle mittelfristig wieder international wettbewerbsfähig sein. Aus seiner Sicht verspiele Deutschland damit auch erhebliche Exportmöglichkeiten für den deutschen Anlagenbau, da Deutschland beim Untertagebergbau und modernsten Kohlenkraftwerke weltweit noch führend sei. Daher könnte sich der beschlossene Steinkohleausstieg als ähnliche strategische Fehlentscheidung erweisen wie der frühere Ausstieg deutscher Firmen aus den internationalen Minenbeteiligungen Mitte der 90er Jahre.
