Das politische Erstarken konservativer evangelikaler und fundamentalistisch-religiöser Bewegungen seit Beginn der 1980er Jahre ist eine der bedeutsamsten kulturellen Entwicklungen in den Vereinigten Staaten und bildet die Grundlage für neuartige (außen)politische Machtstrukturen. Christlich rechte Wähler und ihre Interessenvertretungen (Political Action Committees, Basisorganisationen sowie Think-Tanks) nehmen nicht nur Einfluss auf Wahlen, sondern auch auf die politische Agenda der Vereinigten Staaten. Außenpolitisch beziehen »Rechtgläubige« (true believers) vor allem Stellung für ein militärisch starkes Amerika und den uneingeschränkten Schutz Israels.
