Europas Energie

Veröffentlicht am 2007-04-23.

Am 23. April 2007 debattierte Frank Umbach gemeinsam mit anderen Experten im Rahmen des »Baltischen Dialogs« im Zollernhof des ZDF-Hauptstadtstudios über Europas Energie im Kraftfeld von Sicherheit, Verlässlichkeit und Fairness.

Im Anschluss an die Vorträge des lettischen Premierministers Aigars Kalvitis, des CEO des estnischen Energieunternehmens EESTI Energie, Sandor Liive, und des Kabinettschefs des EU-Kommissars für Energie, Andris Kesteris, diskutierten die Teilnehmer die verschiedenen Aspekte europäischer Energiepolitik. Im Mittelpunkt der Diskussion standen dabei insbesondere der im März 2007 von der EU-Kommission verabschiedete Energieplan, die Chancen einer gemeinsamen EU-Energieaußenpolitik und dabei vor allem die Möglichkeiten die baltischen Staaten in eine solche zu integrieren. Darüber hinaus wurde auch die Ostseepipeline überaus kritisch diskutiert.
Frank Umbach lobte dabei zunächst die Tatsache, dass die EU seit der ukrainischen Gaskrise und insbesondere seit dem EU-Frühjahrsgipfel im März 2007 eine weitgehend kohärente Strategie in ihrer Energiepolitik gefunden habe, gleichzeitig mahnte er aber auch die weiterhin bestehenden Defizite und Risiken für die europäische Energiesicherheit an. Dabei verwies er insbesondere auf die russische Außenpolitik, die sich aktiv ihrer Ressourcen bedient, um strategische Interessen durchzusetzen. Dabei wird von Seiten des Kremls auch versucht, europäische Alternativprojekte speziell zur Ostseepipeline zu torpedieren und die einzelnen Mitgliedsstaaten der EU gegeneinander auszuspielen, was – so Umbach – eine gemeinsame und kohärente EU-Energiepolitik umso notwendiger mache.

 

Zurück