Er diskutierte mit Angelika Beer, sicherheitspolitische Sprecherin der grünen EP-Fraktion, sowie Bahman Nirumand, Journalist und Verfasser des Iran-Reports der Heinrich-Böll Stiftung. Hulsman gab eine kritische Einschätzung der Lage aus der Sicht eines amerikanischen Wissenschaftlers und eröffnete dem Publikum neue Standpunkte, die sich von gängigen Argumentationen deutscher und europäischer Wissenschaftler abhoben.
Hulsman wies auf die Zerrissenheit der republikanischen Partei in Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik hin und beschrieb den Zeitabschnitt des nächsten Jahres als ››gefährlich‹‹, denn die Bush-Regierung habe nur noch ein kleines Zeitfenster, das zum Durchführen ihrer Politik offen sei.
Zum Publikumskommentar, diplomatische Bemühungen seien ohnehin zum Scheitern verurteilt, denn den USA ginge es nur um das Öl, entgegnete der Oppenheim-Scholar der DGAP: ››Multinationale Konzernführungen hassen Bush dafür, dass er mit seiner Politik die Region des Nahen Ostens instabil macht. Darüber hinaus muss erwähnt werden, dass die USA ihr Öl mehrheitlich nicht aus der Region des Nahen Ostens beziehen, sondern größtenteils auf Lieferanten wie z.B. Mexiko zurückgreifen.‹‹ Die Veranstaltung endete mit einer lebhaften Diskussion und dem Austausch von Meinungen zwischen Vortragenden und Publikum.
