Treffen des Dalai Lama mit US-Präsident Obama

Interview mit Prof. Dr. Eberhard Sandschneider
18.02.2010 | ARTE | Deutschlandradio | SWR

Der Streit um den Empfang des Dalai Lama zeigt die relativ hohe Konfliktbereitschaft der USA und Chinas, sagte Prof. Dr. Eberhard Sandschneider, Otto Wolff-Direktor des DGAP Forschungsinstituts, in einem Interview mit dem Fernsehsender ARTE sowie in Beiträgen für den Deutschlandfunk und den SWR. Zum einen nehme die USA mit dem Empfang des Dalai Lama eine Provokation der Chinesen in Kauf. Zum anderen brüskiere auch China die USA mit der Androhung, Sanktionen gegen US-Unternehmen zu verhängen. Man sei sich jedoch in beiden Ländern über die gegenseitige Abhängigkeit und gemeinsamen Interessen bewusst. Ebenfalls wisse die chinesische Regierung, dass Präsident Obama unter erheblichem innenpolitischem Druck stand, den Dalai Lama zu empfangen. Wie viel Schaden das Treffen angerichtet hat, werde sich in Zukunft daran zeigen, ob China mit den USA bei wichtigen internationalen Fragen kooperiert.

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