Kommentar von Almut Möller
02.02.2010 |
Der Standard
Vor zehn Jahren verhängten die EU-Mitglieder Sanktionen gegen Österreich, als sich in Wien eine Regierung unter der Beteiligung der rechtspopulistischen FPÖ bildete. In Österreich nahm man vor allem den deutschen Nachbarn übel, dass sie auf die Sanktionen gedrängt hatten. "Man muss die damaligen Vorgänge auch im EU-Kontext sehen", so Almut Möller, EU-Expertin der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, im Gespräch mit dem Standard. Die EU fürchtete um ihre Glaubwürdigkeit. Wenige Tage vor Verhängung der Sanktionen hatte sie Beitrittsverhandlungen begonnen, die die Einhaltung der Kopenhagener Kriterien – Demokratie und Rechtstaatlichkeit, die Wahrung der Menschenrechte sowie die Achtung und den Schutz von Minderheiten – voraus setzten. Damals habe das Thema Werte noch einen Platz in der Europäischen Union, so Möller, wie auch die Debatten im EU-Konvent 2002-2003 zeigten. Inzwischen hat sich der Wind gedreht. Werte werden elastisch ausgelegt, oft zu Gunsten der Wirtschaftspolitik wie etwa in den Beziehungen zu China. Und bei 27 Mitgliedern wäre eine geschlossene Front wie damals gegen Österreich heute schlicht undenkbar, auch weil inzwischen Rechtspopulismus salonfähig geworden ist.

Annette Kaiser
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„Gefahr von Instabilität in der Ukraine auch nach den Wahlen“
DGAP-Experte Alexander Rahr über die Stichwahlen in der Ukraine, ihre außenpolitischen Konsequenzen und die Rolle der EU
02.02.2010
Finanzhilfe für Griechenland innenpolitischer Drahtseilakt für Kanzlerin Merkel
TV Interview mit Almut Möller
05.03.2010 | BBC World
Interview mit Svenja Sinjen
01.03.2010 | Tokyo Shimbun/Chunichi Shimbun -Japanese Newspaper
Treffen des Dalai Lama mit US-Präsident Obama
Interview mit Prof. Dr. Eberhard Sandschneider
18.02.2010 | ARTE | Deutschlandradio | SWR
Am 22. Februar 2010 hat Marcel Viëtor auf Einladung des Präsidenten des Europäischen Parlaments in Brüssel bei einem Expertentreffen zu Energiepolitik und Energiesicherheit teilgenommen. Er referierte zum Thema „Energiesicherheit, Interdependenz und Diversifizierung“.
22.02.2010
Afghanistan-Strategie auf dem Prüfstand
Am 5. Februar 2010 hat Svenja Sinjen (DGAP-Expertin für transatlantische Sicherheits- und Verteidigungspolitik) am 5. Transatlantischen Forum der CSU in München teilgenommen. Das Forum bringt im Vorfeld der Münchner Sicherheitskonferenz regelmäßig Fachleute aus den USA und Deutschland zusammen, um in kleinerem Kreise über drängende Sicherheitsprobleme zu debattieren. In diesem Jahr stand die Anpassung der Afghanistan-Strategie auf der Agenda.
05.02.2010
Zentralasien zwischen Russland, China und der EU
Am 20. Januar 2010 sprach Dr. Stefan Meister im Rahmen einer Podiumsdiskussion des DGAP Forums NRW und der Deutsch-Usbekischen Gesellschaft in Bonn über die wachsende Bedeutung Zentralasiens für die EU. Dabei machte er deutlich, dass die EU in einem wachsenden Wettbewerb um Rohstoffe und Einfluss in der Region mit China und Russland steht.
20.01.2010
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