Interview mit Jan Techau
01.07.2008 |
Deutschlandradio
Fragen nach dem Ausweg aus der Reformkrise der EU standen im Mittelpunkt des Live-Interviews von Jan Techau in der Nachrichtensendung „Ortszeit“ des Deutschlandradios. Techau wies darauf hin, dass in Europa die Fortentwicklung des institutionellen Rahmens zwar seit Jahren keinen rechten Fortschritt mehr aufweise, dass die Arbeitsfähigkeit Europas aber weiterhin gewährleistet sei. Techau kritisierte die übersteigerte Erwartungshaltung an den Lissabonner Vertrag, und warnte davor ihn zum europäischen Allheilmittel zu machen. Zum Europa der unterschiedlichen Geschwindigkeiten sagte Techau: „für eine begrenzte Anzahl klar abtrennbarer Großprojekte wie den Euro oder Schengen ist das vielleicht gerade noch praktikabel. Für das ganze Europa ist es nicht praktikabel. Hier sollte man sich stattdessen viel genauer fragen, in welchen speziellen Feldern wirklich mehr Integration nötig ist, und wo auch weniger Europa geht.“

Annette Kaiser
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