Deutsch-französischer Tag

Interview mit Martin Koopmann
17.01.2008 | Radio France Internationale

Im Vorfeld des »Deutsch-französischen Tages« am 22. Januar 2008 analysiert Martin Koopmann den Stand der bilateralen Beziehungen beider Länder. Ein gutes halbes Jahr nach dem Amtsantritt von Nicolas Sarkozy würden diese Beziehungen von beiden Seiten nüchterner interpretiert als zu Zeiten von Gerhard Schröder und Jacques Chirac. Konflikte in wichtigen Politikfeldern (Währungsunion, Mittelmeerpolitik) seien unübersehbar. Zugleich hätten Sarkozy und Merkel unter Beweis gestellt, dass sie schwierige Probleme (Verfassungsvertrag, EADS) einer konstruktiven Lösung zuführen könnten. Noch sei nicht abzusehen, welche Rolle die deutsch-französischen Beziehungen nach dem Wechsel an der Staats- bzw. Regierungsspitze in beiden Ländern künftig spielen könnten. Viel werde vom Verlauf der französischen EU-Ratspräsidentschaft abhängen.

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