Beginn der US-Vorwahlen

Interview mit Josef Braml
03.01.2008 | Bayerischer Rundfunk - Rundschau-Magazin

Laut Josef Braml sollten die ersten Vorwahlen in Iowa und New Hampshire weder unterschätzt noch überbewertet werden. So hatte bei den letzten Vorwahlen 2004 der Star der Demokraten, Howard Dean, Iowa unterschätzt. John Kerry konnte an ihm und den anderen Konkurrenten vorbeiziehen und die Nominierung seiner Partei sichern. Andererseits konnte 1992 Bill Clinton beide Staaten nicht gewinnen, ist aber später dennoch von seiner Partei nominiert worden und US-Präsident geworden. Nach Einschätzung von Josef Braml könnte auch Hillary Clinton den ersten Caucus in Iowa an Barack Obama, aber auch an John Edwards verlieren. Dennoch ist ihr zuzutrauen, dass sie sich in den weiteren Vorwahlen im Rest des Landes gehen ihre beiden Hauptwidersacher durchsetzen wird. Es ist schwieriger, die Erfolgsaussichten auf Seiten der Republikaner einzuschätzen. Josef Braml rechnet mit ersten Überraschungserfolgen von Mike Huckabee. Denn er ist der Wunschkandidat der Christlichen Rechten, deren Organisationen insbesondere im Mittleren Westen und in den Südstaaten sehr effektiv arbeiten. Sollte er sich im weiteren Wahlverlauf nicht als Spitzenkandidat der Republikaner durchsetzen, wäre der erfolgreiche Nominierungskandidat dennoch gut beraten, den christlich rechten Huckabee als Vizepräsidentschaftskandidaten mit aufs Ticket zu nehmen. Nur dann hätten die Republikaner eine Chance, im November bei den Hauptwahlen gegen die Demokraten zu gewinnen.

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