Interview mit Russland-Experte Alexander Rahr
08.08.2008 |
Stern.de
Im Interview mit Stern.de und weiteren Medien (z.B. Deutschlandfunk, N 24) kommentiert Alexander Rahr, Russland-Experte der DGAP, den militärischen Konflikt in Georgien. Rahr ist der Meinung, dass die Regierung Georgiens mit dem Einmarsch in Südossetien die Aufnahme in die NATO bezweckt. Georgiens Präsident Saakaschwili rechne dabei mit der Unterstützung von US-Präsident Bush, dessen Amtszeit demnächst zu Ende geht. Georgien versuche daher, den Konflikt „auf die Schnelle“ mit Gewalt zu lösen. Denn die NATO nimmt nur Staaten auf, die keine Probleme mit separatistischen Republiken haben. Russland hat sich in den Konflikt eingeschaltet, weil es den Südkaukasus als nationale Einflusszone sieht. Das Gebiet sei ein Transitland, um Öl und Gas aus dem kaspischen Meer in den Westen zu bringen. Deshalb gibt es dort seit Jahren Auseinandersetzungen zwischen den USA und westlichen Staaten auf der einen und Russland auf der anderen Seite. Die EU habe in dieser Region kaum Einflussmöglichkeiten, so Rahr. Vielmehr sei jetzt Präsident Saakaschwili gefordert, die Initiative zu ergreifen, sonst drohten kriegerische Auseinandersetzungen.
Interview mit DGAP-Experte Henning Riecke
12.08.2008 |
BBC World
Am 12. August 2008 um 19:00 Uhr diskutierte Dr. Henning Riecke in der BBC World, in der Sendung "World have your say" mit anderen Experten und Hörern über die westlichen Reaktionen auf den Krieg in Georgien. Riecke sprach sich dabei für ein abgewogenen Umgang mit dem schwierigen Partner Russland aus. Georgien sei an der Auseinandersetzung nicht unschuldig, westliche und europäische Politik dürfe nicht zur Geisel der georgischen Regierung werden. Gleichzeitig mache der russische Vormarsch in Georgien - ohne völkerrechtliche Grundlage - ein Umdenken in der westlichen Russlandpolitik notwendig. Es ist nicht zu vergessen: Die ökonomische Abhängigkeit zwischen Russland und Europa ist gegenseitig. Ein anderer Teilnehmer der Runde war der amerikanische Soziologe Immanuel Wallerstein von der Yale University.
Interview mit DGAP-Experte Henning Riecke
13.08.2008 |
BBC World
Dr. Henning Riecke sprach in der Newshour der BBC World über die Herausforderungen für die EU Außenpolitik angesichts des Krieges in Georgien. Eine Rolle der EU bei der Friedenssicherung sei notwendig, auch weil die schwierige Abstimmung über die Nachkriegsregelungen selbst riskant ist. Die Annäherung Georgiens an die NATO werde nach dem Krieg noch schwerer sein. Doch müsse der Westen klar seine Interessen in der Region bestimmen und danach handeln. Die EU sollte selbstbewusst ihre Nachbarschaftspolitik aus Stabilisierung und Reform fortsetzen.
Kommentar zur Kaukaus-Krise von Jan Techau
18.08.2008 |
Radio Free Europe
In einem Kommentar für Radio Free Europe / Radio Liberty beleuchtet Jan Techau die europäischen Aspekte der Georgienkrise. Die Tatsache, dass Europa als ganzem keinerlei kurzfristige Mittel zur Einwirkung auf das russische Verhalten zur Verfügung stehen, ist für Techau bedeutsamer als die Trennung nach neuem und altem Europa. Die Europäer seinen in Ohmacht vereint und mit ihnen die Amerikaner. Doch weder das zaghafte Aussitzen der Europäer noch der aggressive Wertemissionarismus der Amerikaner gegenüber Russland biete einen Ausweg aus der Ohnmachtsfalle. Nun sei es an der Zeit, auf der Basis der nun klarer werdenden gemeinsamen Interessen eine gemeinsame langfristige Linie gegenüber Russland zu definieren.
Interview mit Henning Riecke
19.08.2008 |
I ARD eins extra
In einem Interview mit ARD eins extra sprach Dr. Henning Riecke über die Aussichten auf das NATO Ministertreffen. Er ist der Meinung, dass sich die NATO solidarisch mit Georgien zeigen wird. Riecke rät zu einem Überdenken des Verhältnisses der NATO Mitgliedsstaaten zu Russland. Es werde transatlantische Konflikte geben, die jedoch zu keinen konkreten Maßnahmen führen werden. Der Beitritt Georgiens in die NATO werde nach dem Krieg noch schwieriger, so Riecke.
Interview mit Dr. Henning Riecke
23.08.2008 |
Deutsche Welle "Journal"
In einem Interview mit der Deutschen Welle kommentierte Dr. Henning Riecke die zukünftige Rolle des Westens in Georgien. Laut Riecke müsse zunächst abgewartet werden, ob Russland die georgische Bewegungsfreiheit im Kernland einschränken wolle. Eine Internationalisierung der Friedenstruppen sei dringend notwendig: Eine Chance für die EU- durch eine europäische Friedenstruppe könne sie zur Stabilisierung des Landes beitragen. Insgesamt müsse die EU ihr Verhältnis gegenüber Russland überdenken und in diesem Zuge stärker vertrauensbildende Maßnahmen anstreben.
Interview mit Josef Braml
25.08.2008 |
Reuters TV
In einem Interview mit Reuters TV verdeutlichte Josef Braml, dass die Wahl Senator Joseph Bidens zum Vizepräsidentschaftskandidaten der Demokraten neben den beabsichtigten Vorteilen für den Präsidentschaftsbewerber Obama auch eine Reihe unbeabsichtigter Konsequenezen zeitigen könnte: Bidens jahrzehntelange außenpolitische Erfahrung verdeutlicht einmal mehr Obamas Schwäche in diesem zentralen Politikfeld und widerspricht seinem Mantra des grundlegenden Kurswechsels.
Interview mit Alexander Rahr
25.08.2008 |
ZDF-Mittagsmagazin
In einem Interview mit dem ZDF sprach Alexander Rahr über die neuerliche Verschärfung des Kaukasus-Konflikts. Rahr ist überzeugt, dass Präsident Medwedew der Empfehlung der Duma folgen, und die beiden abtrünnigen Republiken Südossetien und Abchasien anerkennen wird. Eine Wiedervereinigung beider Provinzen mit dem georgischen Kernland hält er für ausgeschlossen. Rahr plädiert für eine aktive Rolle des Westens bei der Diskussion um die Zukunft Georgiens. Es könne nicht zugelassen werden, dass Russland einseitig Fakten schaffe. Eine mögliche Lösung des Konflikts sieht Rahr in der Form einer georgischen Konföderation.
Interview mit Stefan Meister
26.08.2008 |
Nachrichten N24
In einem Interview mit N24 sprach Stefan Meister über die Anerkennung von Südossetien und Abchasien durch den russischen Präsidenten Medwedew. Meister hob hervor, dass die Dynamik innerhalb Russland gar keine andere Entscheidung ermöglicht hat. Er warnte davor, dass sowohl in Russland als auch in den USA im Moment die Hardliner die Debatte bestimmten. Insbesondere die EU ist im Moment gefragt, um mit Russland zu verhandeln und eine weitere Eskalation des Konfliktes zu verhindern.
Interviews mit Josef Braml
29.08.2008 |
Deutsche Welle TV
In zwei Interviews in der deutschen und englischen Ausgabe von Deutsche Welle TV vom 29. August 2008 verdeutlichte Josef Braml, warum es für den möglichen Präsidenten Obama schwierig werden würde, seine "Change"-Rhetorik in Taten umzusetzen. Denn "das politische System der USA", so Braml, "lässt einen grundlegenden politischen Wandel kaum zu".

Annette Kaiser
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a.kaiser@dgap.org
„Wir dürfen von Obama keine Wunder erwarten“
Expertenrunde analysiert den Wahlsieg von Barack Obama und seine Folgen für Europa
06.11.2008
Festnahme mutmaßlicher BND-Agenten im Kosovo
Interview mit Cornelius Adebahr
24.11.2008 | ZDF Heute/ZDF Heute Journal/AFP
Maghreb nicht oben auf der Agenda von Barack Obama
Interview mit Henning Riecke
19.11.2008 | Deutsche Welle TV
Russland und der Westen nach dem Georgien-Konflikt
Auf einer Kommandeurstagung der Bundeswehr am 25. November 2008 in Berlin sprach Stefan Meister über das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen nach dem Georgienkonflikt.
25.11.2008
Die Zukunft der deutsch-amerikanischen Beziehungen
Am 28. Oktober sprach Simon Koschut an der Universität Leipzig über die
Zukunft der deutsch-amerikanischen Beziehungen angesichts der Wahlen in den
USA.
28.10.2008
Defizitäre Vorbild-Demokratie Amerika
Bei der Expertentagung des Arbeitskreises Demokratieforschung der Deutschen
Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) vom 16. bis 18. Oktober 2008
in Hamburg präsentierte Josef Braml sein Papier zum Thema „Defizitäre
Vorbild-Demokratie Amerika“.
16.10.2008
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