DGAP in den Medien: Archiv

01.03.2008 - 31.03.2008

Gegner oder Partner

01.03.2008 | Süddeutsche Zeitung

Russland steht vor der Wahl. Der Nachfolger von Präsident Putin steht fest. Der Süddeutschen Zeitung sagt Alexander Rahr: »Ich sehe die Chancen bei 50:50, dass sich Medwedjew emanzipieren wird.«

»Russland hat Stabilität gewählt«

03.03.2008 | DomRadio Köln

Mehr als 109 Millionen Russen waren am Sonntag aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu bestimmen. Mit 67 Prozent wurde erwartungsgemäß Putins Wunschkandidat Dmitri Medwedew gewählt. Um solch eine deutliche Mehrheit sicherzustellen, wurden die Wähler nach Medienberichten massiv unter Druck gesetzt. »Die Wahlen lief bestimmt nicht nach westlichen Standards ab«, bestätigt Alexander Rahr.

Die gefährliche Außenseitermasche

von John C. Hulsman
03.03.2008 | Süddeutsche Zeitung

In der Süddeutschen Zeitung warnt John Hulsman Barack Obama davor, sich zu sehr in seinem populären Status als Politik-Außenseiter abseits von Washingtoner Machenschaften einzurichten. Dadurch droht im die Gefahr, später im Amt wie schon Jimmy Carter durch den Mangel an Verbündeten und durch Arroganz und Beratungsresistenz zu scheitern.

Der Druck auf Clinton wächst

Interview mit Josef Braml
04.03.2008 | Deutschlandfunk

Josef Braml wies in einem Deutschlandfunk-Interview darauf hin, dass Hillary Clinton die beiden großen Staaten Texas und Ohio deutlich vor Barack Obama gewinnen müsse, um im Rennen zu bleiben. Ansonsten würde der Druck der Demokratischen Partei steigen, den Weg für ihren charismatischen Herausforderer Obama freizumachen. Nach Einschätzung von Braml hätte Obama im Hauptwahlkampf gegen den Republikaner John McCain größere Siegeschancen als Clinton.

»Ernsthafte Schwierigkeiten«

Interview mit Martin Koopmann
04.03.2008 | Zeit.de

In einem Interview mit Zeit.de äußert sich Martin Koopmann zu den Reibungen in den deutsch-französischen Beziehungen, die sich in der jüngsten Vergangenheit verstärkt haben. Die kommenden Monate bis zum Beginn der französischen EU-Ratspräsidentschaft müssten für eine Verbesserung der bilateralen Abstimmung genutzt werden, um eine ernsthafte Belastung der im zweiten Halbjahr 2008 anstehenden europäischen Projekte zu vermeiden.

Entscheidung erst beim Nominierungsparteitag der Demokraten

Interview mit Josef Braml
05.03.2008 | Deutsche Welle

In einem Interview mit Deutsche Welle prognostizierte Josef Braml, dass die Entscheidung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten erst im Spätsommer beim Nominierungsparteitag fallen wird. Entscheidend wird dann das Votum der Superdelegierten sein. Sollten sich die Amts- und Funktionsträger der Partei für Hillary Clinton entscheiden, besteht laut Braml die Gefahr für die Demokraten, dass die von Barack Obama mobilisierte Bewegung, die insbesondere viele Jungwähler politisiert hat, an politischer Kraft einbüßt. Zudem würde auch die polarisierende Wirkung Clintons dem politischen Gegner John McCain helfen, seine republikanische Basis zu mobilisieren.

Deutsch-französische Gespräche in Hannover

Interview mit Martin Koopmann
05.03.2008 | Deutsche Welle

In einem Gespräch mit der Deutschen Welle betont Martin Koopmann, dass die vorläufige Einigung zwischen Angela Merkel und Nicolas Sarkozy über das Projekt der Mittelmeerunion außerordentlich wichtig war. Ein fortgesetzter Konflikt zwischen beiden Seiten in dieser Frage könnte die Vorbereitung der französischen EU-Ratspräsidentschaft erheblich erschweren. In den kommenden Monaten komme es darauf an, die politische Übereinkunft mit konkretem Inhalt zu füllen.

Deutschlands Interessen im Irak

von Jonas Böttler
05.03.2008 | Diplomatisches Magazin

Knapp fünf Jahre ist es her, dass die USA gegen den Irak in den Krieg gezogen sind, und ein Ende ist nicht in Sicht. Auch Deutschland und Europa haben im Irak viel zu verlieren, analysiert Jonas Böttler.

Gibt es noch eine deutsch-französische Partnerschaft?

Interview mit Martin Koopmann
12.03.2008 | Le Télégramme

In einem Interview mit der franzoesischen regionalzeitung Le Telegramme nimmt Martin Koopmann zu den gegenwaertigen deutsch-franzoesischen verstimmungen Stellung.

»Serbiens Isolation wird den Kosovo nicht zurück bringen«

Interview mit Cornelius Adebahr
12.03.2008 | SPIEGEL online

Cornelius Adebahr nimmt zur Regierungskrise in Serbien und den Aussichten für die EU-Mission im Kosovo Stellung.

50 Jahre Europäisches Parlament

Interview mit Alexander Skiba
12.03.2008 | Berliner Rundfunk 91,4

In einem Interview mit dem Berliner Rundfunk 91,4 bewertete Alexander Skiba die historische Rolle des Europäischen Parlaments zum 50. Jahrestag seines Bestehens. Dabei ging er auf die Rolle des Parlaments als Vertreter der europäischen Bürgerinteressen ein und verwies auf die zunehmend wichtige Funktion bei der Kontrolle der Europäischen Kommission und bei der Mitentscheidung über Richtlinien und Verordnungen, zum Beispiel im Bereich Verbraucherschutz.

Großbritannien - schwieriger Europärer oder Vorbild?

von Jan Techau
14.03.2008 | Deutschlandradio

Die Spekulationen um Tony Blair als möglichen ersten Präsidenten der Europäischen Union werfen auch die Frage nach der Rolle Großbritanniens in der EU auf. Das Land gilt als »schwieriger Europäer«, doch hat es in Kernbereichen der EU (Binnenmarkt, Erweiterung, Handelspolitik) stets als Motor der Integration erwiesen. Einer immer tieferen Integration in allen Politikfeldern steht das Land mit seinem instrumentellen Europaverständnis hingegen skeptisch gegenüber. Für die entscheidenden Zukunftsfragen Europas könnten sich pragmatische, marktliberale Politikmodelle von der Insel allerdings als sehr nützlich erweisen.

„Peking wird nach innen durchgreifen“

Gespräch mit Eberhard Sandschneider
17.03.2008 | Deutschlandradio Kultur

In einem Interview anlässlich der Proteste in Tibet erklärte Sandschneider, Peking werde „rabiat nach innen durchgreifen und nach außen darauf hoffen, dass das Verschwinden der Bilder aus der Tagespresse auch zu einem Verschwinden des Themas führt." Der Konflikt werde sich nicht auflösen lassen, so Sandschneider. China werde nicht zulassen, dass Tibet "in die Unabhängigkeit abdrifte". Eine Autonomie sei kaum vorstellbar, da Tibet wirtschaftlich völlig von China abhängig sei.

McCain und der Irakkrieg

Interview mit Josef Braml
18.03.2008 | Deutsche Welle

John McCains so genannte »fact-finding mission« in den Irak, Nahen und Mittleren Osten und nach Europa ist innenpolitisch motiviert, sagte Josef Braml in einem Interview mit der Deutschen Welle. Seine Chancen bei den Präsidentschaftswahlen werden stark von der Situation im Irak beeinflusst. Die Truppenverstärkung (Stichwort: »surge«) hat die Lage etwas verbessert, und die amerikanische Bevölkerung ist jetzt auch etwas weniger pessimistisch.

»Olympiaboykott wäre wirkungslos«

Chat mit Eberhard Sandschneider
18.03.2008 | tagesschau.de/politik-digital.de

Im Chat der Tagesschau und Politik-digital stellte sich Eberhard Sandschneider den Fragen zu Tibet und China. Schwerpunktmäßig wurde über die Gründe der Proteste in Tibet, die innere Stabilität Chinas, die Olympischen Spiele und Zukunftsperspektiven diskutiert. Besonders interessiert waren die Chat-Teilnehmer an der öffentlichen Meinung über Tibet in China, sowie der Rolle Deutschlands in diesem Konflikt.

Welche Interessen hatte und hat China an Tibet?

Interview mit Eberhard Sandschneider
19.03.2008 | RBB Inforadio

In einem Interview mit dem RBB Info spricht Eberhard Sandschneider über das chinesisch-tibetische Verhältnis. Für China stehe die innenpolitische Stabilität an höchster Stelle, daher werde Peking kaum bereit sein Zugeständnisse zu machen. Für die Olympiade prophezeit Sandschneider, dass tibetische Organisationen versuchen werden, diese für ihr Anliegen zu nutzen. Die chinesischen Regierung versuche genau dies und den damit einhergehenden Image-Verlust mit aller Kraft zu verhindern.

Zur globalen Finanzkrise

Interview mit Katharina Gnath
21.03.2008 | Deutschlandfunk

In einem Interview mit dem Deutschlandfunk sprach Katharina Gnath über die aktuelle internationale Finanzkrise, die eine Reihe von Finanzinstitute in ernsthafte Probleme gebracht und sich negativ auf die internationalen Börsen niedergeschlagen hat. Dies hat die amerikanische Regierung und die US-Notenbank in den letzten Tagen und Wochen dazu veranlasst, Finanzspritzen und Zinssenkungen vorzunehmen. Frau Gnath erklärte die Gründe für die anhaltende Krise und bewertete aktuelle politische Rufe nach mehr Transparenz und weiteren staatlichen Interventionen.

»Eine Wasserscheide in der Literatur über Russland«

28.03.2008 | Ria Novosti

Michail Logvinov rezensiert für die russische Informations- und Nachrichtenagentur RIA Novosti Alexander Rahrs neuestes Buch „Russland gibt Gas“. Sein Fazit: Rahrs Vorhaben, ein optimistisches Russlandbild zu zeichnen und gleichzeitig die Ursachen und Folgen der Anwendung von Doppelmoral durch die westlichen Medien aufzuzeigen gelingt ihm in vollem Umfang. So setze er einen neuen Standard für die Art und Weise über Russland zu schreiben.

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