DGAP in den Medien: Archiv

01.09.2007 - 30.09.2007

Truppenabzug der Briten aus Basra erhöht politischen Druck in Washington

Interview mit Josef Braml
03.09.2007 | NDR

Nach Einschätzung von Josef Braml wird es nach dem Abzug britischer Truppen aus der südirakischen Hafenstadt Basra für Präsident Bush noch schwieriger, im Irak Kurs zu halten. Ohnehin fordern die öffentliche Meinung in den USA und immer mehr Abgeordnete und Senatoren den Rückzug amerikanischer Soldaten. Der für nächste Woche erwartete Lagebericht des kommandierenden US-Generals im Irak, David Petraeus, und der Wahlkampf um Bushs Nachfolge werden die innenpolitische Debatte in den USA weiter anheizen.

Russische Pipelinediplomatie

Interview mit Frank Umbach
05.09.2007 | Arte

In der Sendung Zoom, einem Europa-Journal des Senders Arte, hat sich Frank Umbach ausführlich zum Thema russischen Pipelinediplomatie und der Zukunft des europäischen Gaspipelineprojekts Nabucco geäußert. Umbach unterstrich die besondere Bedeutung des Projekts für die europäische Gasversorgung. Er ordnete das Projekt auch in die russische Gegenstrategie von Gazprom und die des russischen Präsidenten selbst ein.

Affentheater in Washington

von John C. Hulsman
10.09.2007 | stern.de

Im US-Kongress berichtet General David Petraeus über die Lage im Irak. Sein mit Spannung erwarteter Bericht kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei der US-Strategie um den letzten Zug eines unbelehrbaren Zockers handelt, schreibt Hulsman.

»Keine deutsch-französische Krise«

Interview mit Martin Koopmann
13.09.2007 | Libération

Im Gespräch mit der französischen Tageszeitung Libération erklärt Martin Koopmann, dass die im Zuge des letzten deutsch-französischen Gipfels aufgetretenen Differenzen kein Grund seien, von einer bilateralen Krise zu sprechen. Den Beziehungen beider Länder und ihrer Impulsfunktion in Europa werde es mittelfristig zugute kommen, wenn unterschiedliche Einschätzungen nicht kaschiert würden. Sowohl Sarkozy als auch Merkel hätten einen pragmatischeren Zugang zur deutsch-französischen Zusammenarbeit als ihre Vorgänger. Wenn der Dialog künftig mit Umsicht geführt werde, könnten Deutschland und Frankreich in Europa durchaus neue Akzente setzen.

China und die Energie

14.09.2007 | Tagesspiegel

Chinas wirtschaftlicher Aufschwung ist rasant. Der Energiebedarf des Landes steigt stetig. Gemeinsam mit der Deutschen BP hat die DGAP aus diesem Grund eine Konferenz zum Thema »Chinas Energieversorgung - Perspektiven der nächsten Jahrzehnte?« organisiert. Christoph Giesen berichtet über die Konferenz und Chinas erfolgreiche Afrikapolitik.

Premier mit brisantem Insiderwissen

Interview mit Alexander Rahr
16.09.2007 | Berliner Zeitung

Mit der Ernennung eines neuen Regierungschefs in Russland hat Präsident Putin die Spekulationen um einen möglichen Nachfolger für das Präsidentenamt neu belebt. Alexander Rahr gibt zu bedenken, dass Viktor Subkow kaum Rückhalt in der Bevölkerung hat. Außerdem hält Rahr es für möglich, dass Subkow - sollte er gewählt werden - nach ein bis zwei Jahren zurücktritt, so dass Putin bei den dann folgenden Wahlen wieder antreten könnte.

Ukraine: Geplatzte Träume in Orange

Sendung mit Alexander Rahr
25.09.2007 | ARTE

Am 25. September 2007 war Alexander Rahr zu Gast in der ARTE Themensendung »Ukraine: Geplatzte Träume in Orange«. Als Interviewpartner beantworte Rahr in der Sendung Fragen zur kulturellen und politischen Teilung des Landes, den enttäuschten Hoffnungen nach der Orangenen Revolution und den Zukunftsaussichten des Landes.

Die 9 Aufrechten von Little Rock

Interview mit Josef Braml
25.09.2007 | rbb Inforadio

Im Gespräch mit dem rbb Inforadio betonte Josef Braml, dass selbst 50 Jahre nach der offiziellen Aufhebung der Rassentrennung in amerikanischen Schulen die Diskriminierung der schwarzen Minderheit ein gesellschaftlich wie politisch brisantes Thema in den USA ist.
Auch aus historischer Sicht hatte das Thema der Rassentrennung gravierende politische Auswirkungen: Im Zuge der Gleichberechtigungsbemühungen der Demokratischen Partei in den 60er Jahren hat diese seitdem viele Wähler in den Südstaaten verloren, die schließlich in den Reihen der Republikaner ihre neue politische Heimat fanden. Als der demokratische Präsident Johnson 1964 den Civil Rights Act unterschrieb, bemerkte er vorausschauend, dass er mit diesem Federstrich die politische Zukunft seiner Partei im Süden des Landes preisgab.

Kontaktgruppe berät über Kosovo

Interview mit Cornelius Adebahr
27.09.2007 | Deutsche Welle

Der zukünftigen Status des Kosovos stand im Mittelpunkt eines Interviews der Deutschen Welle mit Cornelius Adebahr. Trotz der unterschiedlichen Positionen Russlands und der USA bezüglich der Unabhängigkeit der Region, glaubt Adebahr, dass sich »mittels geschickter Verhandlungsregie« eine Lösung finden lässt. Als Beispiel nennt er die Verhandlungen am Ende des Bosnien-Krieges 1995 im amerikanischen Dayton: »Die Verhandlungen zum Ende des Krieges in Bosnien wurden am Ende in Dayton geführt, wo die Konfliktparteien auf engem Raum zusammensitzen mussten und die Parteien unter Druck gesetzt wurden, dass sie zu einer Lösung kommen sollten.«

Merkel hat das Muster verlassen

Interview mit Eberhard Sandschneider
27.09.2007 | Westdeutsche Allgemeine Zeitung

In einem Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung übte Eberhard Sandschneider Kritik am Treffen der Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Dalai Lama und bezeichnete das Treffen als »schweren außenpolitischen Fehler«. Besonders kritisch merkte er an, dass sich durch das Treffen der Handlungsspielraum der deutschen Außenpolitik verringert habe, obwohl eine Zusammenarbeit mit China, beispielsweise im Umgang mit Myanmar, notwendig sei.

Sandschneider plädiert für diplomatischeres Vorgehen

Interview mit Eberhard Sandschneider
27.09.2007 | Deutsche Welle

Vor dem Hintergrund der Spannungen in den chinesisch-deutschen Beziehungen nach dem Treffen der Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Dalai Lama gab Eberhard Sandschneider der Deutschen Welle ein Interview. Im Gespräch mit Louisa Schaefer plädierte Sandschneider für ein diplomatischeres Vorgehen beider Seite und verwies darauf, dass sowohl China als auch Deutschland kein Interesse daran haben, die Beziehung dauerhaft zu belasten. Eine enge Zusammenarbeit sei notwendig um die wichtigsten Fragen der internationalen Politik anzugehen. So erfordere beispielsweise die augenblickliche Situation in Myanmar die Kooperation beider Länder, eine solche sei aber aufgrund der derzeitigen Spannungen nicht möglich.

Die unbekannte Macht der Staatsfonds

von Katharina Gnath
27.09.2007 | Rheinischer Merkur

In einem Beitrag für den Rheinischen Merkur schreibt Katharina Gnath, dass Staatsfonds bereits jetzt eine bedeutende Größe in den internationalen Finanzmärkten seien und ihr Volumen und Einfluss weiter wachse. Die Regierung denke nun über einen stärkeren Schutz für deutsche Konzerne nach. Mehr Transparenz von Staatsinvestoren sei zwar nötig, doch eine generelle Abwehrhaltung gegenüber ausländischem Kapital und dessen Ursprungsländer schade Deutschland langfristig.

Lieber den bekannten Teufel als den unbekannten Beelzebub

Interview mit Eberhard Sandschneider
28.09.2007 | Der Spiegel

In einem Interview mit dem Spiegel hebt Eberhard Sandschneider die Bedeutung Chinas für die Lösung des Konfliktes in Myanmar hervor. Der chinesische Wunsch nach Stabilität und die ökonomischen und militärischen Interessen der KP-Führung, lassen jedoch ein Eingreifen Chinas nicht erwarten. Die Regierung in Peking bevorzuge »lieber den bekannten Teufel als den unbekannten Beelzebub«.

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