DGAP in den Medien: Archiv

01.11.2006 - 30.11.2006

Explosion mit begrenzter Wirkung

Henning Riecke
01.11.2006 | Y. Magazin der Bundeswehr

Riecke bemerkt, dass die Unangreifbarkeit des brutalen nordkoreanischen Regimes nach dem möglichen Atomtest am 09.Oktober 2006 noch gewachsen sei. Um die Lage zu entschärfen müsse es Ziel einer jeden Sanktionspolitik sein, Nordkorea zu einer Aufgabe seiner Nuklearwaffenprogramms zu bewegen. Ein atomares Nachrüsten in Japan und Südkorea werde nicht zu einer Verbesserung des Konflikts führen.

„Näher an der Praxis“

Interview mit Arend Oetker
01.11.2006 | Y. Magazin der Bundeswehr

Im vergangenen Jahr forderte Oetker eine Neuorientierung der DGAP. Nun stellt fest, dass in den vergangenen Monaten diesbezüglich Fortschritte erzielt wurden. Die DGAP bietet sich stärker als zuvor forschend und beratend beispielsweise der Bundesregierung an. Darüber hinaus haben sich die Informationsmöglichkeiten der Mitglieder nicht nur durch den Internet-Auftritt der DGAP maßgeblich verbessert. In einem breiter gefächerten System der Kommunikation sieht Oetker die Möglichkeit, Interesse innerhalb der Gesellschaft zu wecken. Diese Notwendigkeit bestehe insbesondere beim Thema Sicherheitspolitik.

Deutsch-Polnische Beziehungen

Interview mit Stephen Bastos
01.11.2006 | Bloomberg News

Stephen Bastos wertete am 1. November in einem neunminütigen Fernsehinterview auf Bloomberg TV das Treffen des polnischen Premiers Jaroslaw Kaczynski mit Bundeskanzlerin Merkel in Berlin als „wichtigen Schritt in die richtige Richtung“. Er wies darauf hin, dass die deutsch-polnischen Beziehungen ungeachtet der politischen Irritationen der letzten Monate mittlerweile auf einem soliden und sich dynamisch entwickelnden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fundament beruhen. Auch wenn kein konkreter Durchbruch in den strittigen Fragen zu verzeichnen gewesen sei, hätten die Gespräche in einer offenen und vertrauenswürdigen Atmosphäre stattgefunden und seien insbesondere auf dem Feld der Energiepolitik von der gegenseitigen Bereitschaft geprägt gewesen, auf einander zu zugehen. Es gelte nun das aufgebaute Vertrauen konstruktiv umzusetzen und eine pragmatische Interessenpolitik zu betreiben. Als konkrete Handlungsfelder böten sich die Weiterentwicklung der EU, die Herausbildung einer europäischen Energiepolitik, eine Stärkung der Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU, die EU-Nachbarschaftspolitik und die Gestaltung der europäisch-russischen Beziehungen an. Die kommende EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands böte daher eine besondere Gelegenheit, den deutsch-polnischen Beziehungen neue Impulse zu verleihen. Von deutscher Seite komme es darauf an Gelassenheit zu bewahren, mehr Einfühlungsvermögen zu zeigen und vor allem Polen als gleichberechtigten Partner zu behandeln. Stephen Bastos äußerte sich optimistisch, dass die polnische Regierung es langfristig nicht riskieren werde, sich durch eine konfrontative Rhetorik und mangelndes konstruktives Engagement innerhalb der EU selbst politisch zu marginalisieren.

„Für Amerika ist Europa weit weg“

Interview mit Josef Braml
03.11.2006 | Südwest Presse

Anlässlich der Kongresswahlen in den USA äußert sich Joseph Braml zurückhaltend zur der Frage, ob die Wahlen als Misstrauensvotum gegen Bush gewertete werden dürften. Niemand könne abschätzen wie das amerikanische Volk die Wahlen interpretiere. In den USA gelte in der Regel das Prinzip „all politics are local“. Das der als „lame duck“ zu bezeichnende Bush sich eines von den Demokraten initiierten Amtsenthebungsverfahrens unterziehen muss, hält Braml für unwahrscheinlich. Das transatlantische Verhältnis, so Braml, habe in der Wahrnehmung des amerikanischen Bürgers unter Bush nicht gelitten, dies liege aber vor allem daran, dass Europa für die Amerikaner nicht interessant sei. Braml bezweifelt jedoch auch, ob das Verhältnis USA - Europa jemals so gut gewesen sei wie dargestellt, schließlich basiere die Politik auf unterschiedlichen Wertvorstellungen.

Niederlage ungewiss

Interview mit Josef Braml
03.11.2006 | Südwest Presse

Dass George Bushs konservative Partei bei den Kongresswahlen eine große Niederlage einfahren wird, bezweifelt Josef Braml. Beim Irak-Einsatz rückt der US-Präsident allmählich von seiner starren Haltung ab.

"Bei uns existiert ein Bush-Zerrbild"

Interview mit Jan Techau
07.11.2006 | BusinessNews

In den USA wird ein komplett neues Repräsentantenhaus und viele Senatoren und Gouverneure neu gewählt. Diese Mid-Term Elections gelten traditionell als Stimmungsbarometer für die Präsidentschaftswahlen. Jan Techau meint, dass Bush bereits jetzt eine "lame duck" ist, die Demokraten es aber dennoch schwer haben werden einen klaren Sieg davon zu tragen.

Irak-Krieg hat Kongresswahlen entschieden

Interview mit Josef Braml
08.11.2006 | Deutschlandfun

Bei den Kongresswahlen in den USA haben die Demokraten einen klaren Sieg errungen. Doch könnte es vielleicht ein Pyrrhussieg sein, meint Josef Braml im Gespräch mit Deutschlandfunk. Nun hätten die Demokraten nämlich Mitverantwortung für den Irak-Krieg. In Hinblick auf die Präsidentschaftswahlen 2008, meint Braml, dass höchstwahrscheinlich Hillary Clinton gegen John McCain atreten wird.

Die Länder der GUS laufen in verschiedene Richtungen

Interview mit Alexander Rahr
13.11.2006 | Nezavisimaya gazeta

Rahr widmet sich der Frage, ob GUS-Länder wie die Ukraine und Georgien reale Chancen haben der EU und der NATO beizutreten. Ferner beschreibt Rahr die Stärke des chinesischen Einflusses in der GUS. Abschließend äußert er sich zur ENP Plus, die sich unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft Richtung GUS-Raum orientieren wird.

Fleisch mit Gas vermischt

Interview mit Alexander Rahr
15.11.2006 | Rossijskaja gazeta

Rahr nennt die gefährliche Eskalation des georgisch-russischen Konfliktes. Ferner behandelt er die Frage, wie Russland auf eine Unabhängigkeit des Kosovo reagieren könnte.

Vorwahlen bei den französischen Sozialisten

Interview mit Martin Koopmann
16.11.2006 | DW-World

Segolene Royal könnte Frankreichs erste Präsidentin werden. Was wären die Auswirkungen für Europa und Deutschland? Martin Koopmann weist darauf hin, dass Royal ihre außenpolitische Linie noch nicht klar definiert hat. Mit Nicolas Sarkozy hingegen, wären die Grundvoraussetzungen für die deutsch-französischen Beziehungen besser, so Koopmann.

Deutschland ist auf russisches Wohlwollen angewiesen

Alexander Rahr
17.11.2006 | Die Welt

Rahr äußert sich zum angespannten Verhältnis zwischen Russland und der EU in Energiefragen. Insbesondere bezieht er sich auf die Rolle Deutschlands in diesem Konflikt. Das deutsch-russische Verhältnis befinde sich im Wandel, so Rahr. Nach Ende des Kalten Krieges habe Deutschland für die stärkere Verflechtung zwischen russischen und europäischen Interessen gekämpft. Steinmeiers kürzlich unternommenen Verhandlungen mit den russischen Konkurrenten in Zentralasien seien in Russland auf Argwohn gestoßen.

Deutsche EU Ratspräsidentschaft

Interview mit Jan Techau
21.11.2006 | CNBC Europe

Ein Jahr Regierung Merkel und die bevorstehende deutsche EU-Ratspräsidentschaft waren Anlass für eine Sondersendung von CNBC Europe aus Berlin. Jan Techau außerte sich gemeinsam mit Matthias Wissmann zu den Zielen und Chancen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und hob hervor, dass vor allem die Stärkung des Binnenmarktes ein Thema sein werde.

Gerechter Krieg oder gerechter Friede

Gespräch mit Josef Braml
26.11.2006 | inforadio - Forum

Islamistischer wie christlicher Fundamentalismus greifen in ihrem Kampf in gleicher Weise auf religiöse Legitimationen von Krieg, Terrorismus oder grobem Rechtsbruch zurück. Josef Braml diskutiert.

Asymmetrische Abhängigkeit zwischen Russland und der EU

Interview mit Frank Umbach
27.11.2006 | Vremya Novostey

Frank Umbach spricht in einem ausführlichen Interview mit der russischen Tageszeitung "Vremya Novostey" über die wachsende Abhängigkeit Europas von russischen Energielieferungen.

Bilanz Kongo Einsatz

Interview mit Christoph Grams
28.11.2006 | Nachrichtenagentur AP

Die Mission der Bundeswehr im Kongo ist offiziell beendet. Christoph Grams zieht eine positive Bilanz des Einsatzes gibt aber zu bedenken, dass die Mission nur ein Tropfen auf den heißen Stein war.

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