Hintergrundgespräch mit Dr. Stefan Meister
13.08.2010 |
Deutschlandradio Kultur
Auch wenn sich durch die Informationsmöglichkeiten im Internet die Informationslage über Katastrophen in Russland verbessert hat, spielen russische Behörden weiterhin Gefahren herunter oder halten Informationen zurück, so Dr. Stefan Meister, Mitarbeiter des Zentrums für Mittel- und Osteuropa der Robert Bosch Stiftung, in einem Hintergrundgespräch. Die russische Führung und insbesondere Premier Putin haben zwar seit dem Kursk-Unglück vor 10 Jahren gelernt, dass sie für ihr öffentliches Image etwas tun müssen. Das ändert jedoch nichts daran, dass staatliche Institutionen in Katastrophenfällen meist überfordert sind und die Bevölkerung schlecht informiert wird.
Interview mit Dr. Stefan Meister
08.08.2010 |
WDR 5, Die Tagespost, Radio Fritz, NRW-RV
Die seit Wochen andauernden Waldbrände in Russland zeugen vor allem vom Versagen der russischen Behörden bei der Brandbekämpfung und von Unklarheiten über die Zuständigkeiten in diesem Bereich, so Dr. Stefan Meister, Mitarbeiter am Zentrum für Mittel- und Osteuropa der Robert Bosch Stiftung, in verschiedenen Interviews. Die Übertragung der Brandbekämpfung auf die regionale und lokale Ebene in Russland ohne die entsprechende technische und finanzielle Ausstattung hat die Ausbreitung der Waldbrände befördert. Der russische Staat hat sich vor einigen Jahren im Prinzip aus der Verantwortung für den Schutz der Wälder zurückgezogen. Gleichzeitig gelingt es bisher noch insbesondere Premier Vladimir Putin durch sein anpacken vor Ort und Versprechungen für Entschädigungen nicht für die Situation verantwortlich gemacht zu werden. Je länger die Brände andauern, um so schwerer wird es für die Führung, sich vor Kritik zu schützen.
Artikel von Alexander Rahr
07.08.2010 |
Abkhaz World
Der Konflikt um Südossetien und Abchasien bleibe auch 2 Jahre nach dem Georgienkrieg ungelöst, so Alexander Rahr, Leiter des Berthold-Beitz-Zentrums in der DGAP, in einem Artikel für Abkhaz World. Der Grund dafür liege in der unterschiedlichen Wahrnehmung und Interpretation des Konflikts durch die beteiligten Seiten. Für die EU gelte es, trotz der tiefen inneren Zersplitterung bei der Frage des Umgangs mit Russland, aktiv auf eine Verständigung in dem Konflikt hinzuarbeiten, so der Experte. Einerseits müsse der Dialog mit Moskau fortgesetzt werden, andererseits benötige Georgien eine klare europäische Perspektive in Form eines EU-Beitritts.
Almut Möller im Stadtgespräch
04.08.2010 |
TV Berlin
Almut Möller, Leiterin des Alfred von Oppenheim-Zentrums für Europäische Zukunftsfragen im Forschungsinstitut der DGAP, stellt in der Sendung “Stadtgespräch” die Arbeit des Oppenheim-Zentrums vor und diskutiert mit Moderator Peter Brinkmann Themen der Europa- und Außenpolitik. Schwerpunkte des Teams im Oppenheim-Zentrum sind momentan die Umsetzung des neuen Vertrags von Lissabon, die Außen- und Nachbarschaftspolitik der Union, die Beitrittsperspektive des Westlichen Balkans sowie Fragen der Europäischen Energie- und Klimapolitik.
Interview mit Dr. Claire Demesmay
29.07.2010 |
Die Zeit
In einem Interview für Die Zeit bewertet Dr. Claire Demesmay, Leiterin des Programms Frankreich / deutsch-französische Beziehungen der DGAP die aktuelle deutsche Europapolitik. Durch die erfolgreiche Sparpolitik der Agenda 2020 steht Bundeskanzlerin Merkel heute an der Spitze eines Landes, das als Erfolgsmodell im krisengeschüttelten Europa gilt. Zwar ist Deutschland unbestritten das stärkste Land Europas, der deutschen Regierung fehlt aber das Gefühl, diese neue Machtposition in Europa auch selbstkritisch zu kommunizieren, schlussfolgert Demesmay. Sie befürwortet mehr Selbstflexion in der deutschen Debatte um nationale und europäische Interessen.
Interview mit Alexander Rahr
27.07.2010 |
European Circle
In einem Interview mit European Circle vom 27. Juli beschreibt Alexander Rahr die neue "Energiedoktrin" Russlands. Er analysiert die aktuelle Lage in der globalen Energiesicherheitspolitik und kommt zu dem Schluss, dass sowohl Russland als auch der Westen heute wieder stärker auf Kooperation als auf Konfrontation im Energiebereich setzen. Mit Spannung wird das Auswirken der neuen Shale-Gasförderung auf die Preisbildung auf dem internationalen Gasmarkt erwartet.
Zitat von Alexander Rahr
26.07.2010 |
Voice of America
In der russischen Außenpolitik brechen andere Zeiten an, so Alexander Rahr, Leiter des Berthold-Beitz-Zentrums in der DGAP, in einem Kommentar für Voice of America auf eine Rede von Präsident Medwedew vor dem diplomatischen Korps Russlands. Die darin geforderte Modernisierung des Landes sowie der effektivere Einsatz der außenpolitischen Möglichkeiten zur Herausbildung eines modernen Staatswesens werden im Westen genau verfolgt. Es bleibe jedoch abzuwarten, wie schnell die dafür notwendigen demokratischen Institutionen geschaffen werden können, so der Experte. Auffällig sei aber die geringe Erwähnung der GUS-Staaten in Medwedews Rede, obwohl der postsowjetische Raum in den vergangenen 20 Jahren für Russland immer von besonderer Bedeutung war.
Interview mit Dr. Stefan Meister
14.07.2010 |
Berliner Zeitung, Frankfurter Rundschau
Die deutsche Politik kümmert sich im Moment zu wenig um die Beziehungen zu Russland und sollte sich wieder stärker auch im EU-Rahmen um die Ostpolitik bemühen, so Dr. Stefan Meister, Programmitarbeiter am Zentrum für Mittel- und Osteuropa der Robert Bosch Stiftung, in einem Interview für die Berliner Zeitung. Diese Zurückhaltung der deutschen Politik schwächt die EU-Ostpolitik und kann von anderen Mitgliedsstaaten nicht ausgeglichen werden. Präsident Medwedews kürzlich in einer Rede an den russischen diplomatischen Korps gerichtete Aufforderung, sich stärker der EU und den USA zuzuwenden, bezeichnete der Experte als Versuch des Präsidenten, auch den konservativen Teil der russischen Außenpolitikeliten auf seinen Modernisierungskurs zu bringen.
Interview mit David Bosold
13.07.2010 |
Deutsche Welle TV
Die europäischen Staaten sollten auf ihre arabischen Nachbarstaaten im Nahen Osten und Nordafrika zugehen und aktiv den Austausch auf Hochschulebene und in der angewandten Forschung fördern. Damit könne ein Beitrag zur Entstehung einer echten Wissensgesellschaft in den arabischen Staaten geleistet werden, von dem auch die Staaten der EU profitieren könne, sagte David Bosold, Programmleiter des International Forum on Strategic Thinking. Erste Schritte seien bereits erfolgt, wie die Neugründungen von privaten Universitäten in der arabischen Welt zeigen. Dennoch müsse sichergestellt sein, dass größere Teile der Bevölkerung Zugang zu Bildungseinrichtungen erhielten und diese besser finanziert würden. Damit könne die Wissensproduktion in der arabischen Welt gefördert werden und die Gefahren eines brain drain nach Europa und nach Nordamerika verhindert werden.
Interview mit Prof. Dr. Eberhard Sandschneider
13.07.2010 |
China Radio International
Für den Charakter und die Qualität deutsch-chinesischer Beziehungen ist es wichtig, dass sich auf höchster politischer Ebene beide Seiten regelmäßig austauschen. Dabei sollte man auch kritische Themen ansprechen, sagte der Direktor des Forschungsinstituts der DGAP, Prof. Dr. Eberhard Sandschneider. Die deutsch-chinesischen Beziehungen seien in erster Linie durch eine enge Wirtschafts- und Handelskooperation geprägt. Auf der Tagesordnung der geplanten Reise von Bundeskanzlerin Merkel nach China werde vermutlich, neben Fragen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, aber auch der Klimawandel stehen. Dies sei ein Bereich, in dem es bei der Klimakonferenz in Kopenhagen deutliche Differenzen zwischen China und Europa gegeben habe. Ein anderes wichtiges Thema, über das Angela Merkel sicherlich vorhabe zu sprechen, sei Chinas Politik gegenüber Afghanistan und Iran.
Zitat von Alexander Rahr
11.07.2010 |
Spiegel Online
Die Bundesregierung unterstütze deutsche Wirtschaftsinteressen in Russland nur dann aktiv, wenn sie von Seiten der Industrie dazu gedrängt wird, so Alexander Rahr, Leiter des Berthold-Beitz-Zentrums in der DGAP, in einem Kommentar für Spiegel Online. Dies stehe einerseits im Widerspruch zur vielzitierten Modernisierungspartnerschaft als auch zur Politik der Vorgängerregierungen, die eine aktive Politik gegenüber Moskau pflegten. Die Schwerpunkte werden mittlerweile von anderen EU-Ländern gesetzt, so der Experte.
Interview mit Dr. Claire Demesmay
03.07.2010 |
Le Monde
Am 30. Juni 2010 gewann Christian Wulff die Bundespräsidentenwahl gegen den von SPD und Grünen nominierten Joachim Gauck, Ex-Chef der Stasi-Unterlagenbehörde. Für die Bildung einer politischen Spitze in Deutschland bleibt die Frage nach einer ausgewogenen Repräsentanz west- und ostdeutsch geprägter Politiker immer noch aktuell, sagt die Leiterin des Frankreich-Programms der DGAP, Dr. Claire Demesmay, in einem Interview mit der französischen Tageszeitung „Le Monde“. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel, hätte es mit Gauck als Bundespräsidenten zwei ostdeutsche Politiker an der Spitze Deutschlands gegeben. Dass Gauck für die Linke nur schwerlich wählbar war, lag an seiner harschen Kritik an der DDR. Die Linke hat sich dennoch weiterentwickelt, so Demesmay, sie erkennt die DDR als Unrechtsstaat an, fordert aber ein bloßes DDR-Schlechtreden zu unterbinden. Seit der Nominierung Gaucks ist somit der Graben zwischen SPD und der Linkspartei sichtbar tiefer geworden.
Artikel von Alexander Rahr
02.07.2010 |
Russia Profile Volume VII / Issue 3 / Sommer 2010
Russland wolle einzigartig sein und habe eine „besondere Qualität“ in seiner Außen- und Energiepolitik, meint der Russland-Experte Alexander Rahr, Leiter des Berthold Beitz Zentrums in der DGAP. In seinem Artikel „The Soul on the Sleeve“, der in der Zeitschrift RUSSIA PROFILE erschienen ist, führte er dies auf die politische Rolle der „russischen Seele“ zurück. Diese habe sich in den letzten 500 Jahren durch Russlands Verständnis als konservative Macht, die das Erbe des Byzantinischen Reiches antrat und damit der Progressivität des vom Katholizismus geprägten Westen stetig entgegenwirkte, herausgebildet. Ausschließlich Politiker, die diese in besonderem Maße verkörperten – allen voran Boris Jelzin und Wladimir Putin – erfreuten sich überdurchschnittlich hoher Beliebtheit in der Bevölkerung. Beide hätten auf ihre Weise zur Neu-Bildung sowie dem Erstarken einer russischen Identität im Sinne der „russischen Seele“ beigetragen. Während dies im Westen zu Miss- oder sogar Unverständnis führe, stärke es Russlands Willen, anknüpfend an seine Tradition eine politische Sonderrolle zu spielen.
Interviews mit Katharina Gnath
25.06.2010 |
N-TV/ EinsExtra/ rbb/ Hamburger Abendblatt/ Wirtschaftsblatt
Trübe Aussichten für die Gipfel der G8 und G20, die Ende Juni in Kanada stattfinden: Zu diesem Urteil kommt Katharina Gnath, Associate Fellow des Programms Globalisierung und Weltwirtschaft der DGAP. Eine gemeinsame Lösung in den G20-Kernbereichen ist nicht zu erwarten. Zu groß sind die Interessensunterschiede zwischen den Mitgliedsländern, um etwa eine internationale Bankenabgabe, eine gemeinsame Finanztransaktionssteuer oder eine einheitliche Strategie zum Schuldenabbau zu beschließen. Trotzdem haben die Gipfel ihre Berechtigung, da ohne sie noch weniger Druck auf den Mitgliedsstaaten läge, sich zu koordinieren und an gemeinsamen Lösungsansätzen zu arbeiten.
Interview mit Dr. Claire Demesmay
14.06.2010 |
ZDF/ CNN/ Les Echos/ France 24/ RFI/ France Culture/ Der Spiegel/ Arte
Deutschland und Frankreich wollen die Wirtschaftskrise unterschiedlich bewältigen. Das führe zu Spannungen im bilateralen Verhältnis, sagt Dr. Claire Demesmay, Leiterin des Frankreichprogramms der DGAP. Während Deutschland eine Inflation fürchte, hätten die Franzosen Angst vor einer Rezession. Die deutsche Regierung setze deshalb auf Sparpläne, in Frankreich jedoch sei man zurückhaltender, um das fragile Wachstum nicht zu gefährden. Darüber hinaus wünscht sich Paris eine aktive Wirtschaftsregierung auf europäischer Ebene, während Deutschland die Schaffung neuer Institutionen ablehnt. Besorgniserregend sei das gespannte Verhältnis jedoch nicht, so die DGAP-Expertin Demesmay. Letztendlich werden beide Parteien einen zufriedenstellenden Kompromiss finden.
Interview und Hintergrundgespräch mit Konstantin Kosten
09.06.2010 |
arte JOURNAL und stern.de
„Wenig hilfreich“ lautete das Resümee von Konstantin Kosten, Iran-Experte der DGAP zur neu verabschiedeten Resolution des UN-Sicherheitsrates über weitere Iran-Sanktionen. In Interviews mit „arte JOURNAL“, dem Nachrichtenmagazin von Arte und „stern.de“ sagte Kosten, dass es für Iran zukünftig noch schwieriger werde, seinen Zugang zu internationalen Märkten aufrecht zu erhalten. Die Sanktionen gegen zahlreiche, den Revolutionswächtern nahestehende Unternehmen sowie die iranische Zentralbank würden Wirkung zeigen und möglicherweise die angespannte ökonomische Situation in Iran verschärfen. Allerdings, so Konstantin Kosten, rücke das Ziel, Iran zurück an den Verhandlungstisch zu bringen, mit dem neuen Sanktionsbeschluss in weitere Ferne. Die Spirale von Sicherheitsrats-Sanktionen, der Blockade-Haltung Irans, neuer Annäherungsversuche und einer Wiederaufnahme von Gesprächen gehe nun in eine neue Runde, so Kosten. Er zeigte sich skeptisch, dass die iranische Bereitschaft zu Gesprächen mit den neuen Sanktionen steigen werde.
Kommentar von Eberhard Sandschneider
28.05.2010 |
Die Welt
Deutschland muss die strategisch wichtige Rolle der Emirate erkennen und auch die kleinen Anzeichen von Liberalisierung und Öffnung des Landes unterstützen, sagte der Direktor des Forschungsinstituts der DGAP, Prof. Dr. Eberhard Sandschneider. Bisher seien die Emirate vor allem als wirtschaftlicher Partner und Öllieferant wahrgenommen worden, obwohl sie als wichtige Brücke zwischen islamischer und westlicher Welt gelten. Gerade jetzt in der Wirtschaftskrise brauche Deutschland die Emirate als Partner in einer multipolaren Welt.
Interview mit Almut Möller
29.04.2010 |
ZDF Dokumentation
Die bevorstehenden Wahlen am 6. Mai in Großbritannien haben die Augen der EU auf sich gezogen. Während der Chef der Liberalen, Nick Clegg, als ehemaliger EU-Abgeordneter als Liebling in Brüssel gilt, treten vor allem die Konservativen unter David Cameron europa-kritisch auf. Almut Möller, Leiterin des Alfred von Oppenheim-Zentrums der DGAP, schätzt die Lage im Falle eines Tory- regierten Großbritanniens weniger bedrohlich für die EU ein. „Hunde die bellen, beißen nicht“, so Möller in einem Interview mit dem ZDF. Schließlich habe Cameron bereits in der Frage des Vertrags von Lissabon zurückrudern müssen und würde deshalb auch das Thema eines Austritts aus der EU nicht auf die Agenda setzen. Möllers Einschätzung zufolge wird sich Großbritannien „mittelfristig als ganz gekonnter, pragmatischer europäischer Spieler entwickeln“ woran auch ein „hung parliament“ nichts ändern könne. Nick Clegg wisse aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen bei der EU wie Brüssel „tickt“ und die Aussicht auf ihn sei für viele Brüsseler verlockend. Am Ende jedoch werde laut der EU-Expertin die Angst des Wählers vor der Ungewissheit eines „hung parliament“ den Ausschlag geben und sich somit die Mehrheit für eine der beiden traditionellen großen Parteien Labour oder Tories entscheiden. Dennoch, „egal wie die Wahl ausgeht: auf dem Kontinent wird man mit jedem der drei Spitzenkandidaten zusammenarbeiten können“, so Möller.
Interview mit Cornelius Adebahr
28.04.2010 |
Bloomberg News/ France 24/ CNBC/ RTE/ Stern/ New York Times
Deutschland solle Griechenland Kredite geben, da ein Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone die Stabilität des Euro gefährden würde, sagte DGAP-Experte Cornelius Adebahr. Dafür müsse der IWF in Zusammenarbeit mit der griechischen Regierung einen Fahrplan erarbeiten, der die Sanierung des öffentlichen Sektors und weitere Strukturmaßnahmen vorsieht. DGAP-Experte Cornelius Adebahr rechnet damit, dass Bundesrat und Bundestag die finanzielle Hilfe trotz der Debatten bewilligen werden.
Interview mit Almut Möller
21.04.2010 |
The European Circle
Ein wichtiges Ziel der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU ist die Lösung des Konfliktes zwischen Israel und den Palästinensern, sagt DGAP-Expertin Almut Möller. Bisher hätte die EU eine Zweistaatenlösung unterstützt. Auf Grund des Gaza-Krieges sei diese offenbar immer schwerer umzusetzen. Die EU müsse deshalb alternative Konzepte erarbeiten und die Nachbarstaaten, wie zum Beispiel Syrien und den Iran, mit einbeziehen.
Interview mit Oliver Schmidt
09.04.2010 |
WDR/ heute.de/ Bundeswehr Aktuell/ CCTV/ Xinhua Nachrichtenagentur/ AOL/ Times online/ Deutsche Welle TV
Der neue START-Vertrag ist kein epochaler Durchbruch, aber ein Zeichen der beiden größten Atomwaffenbesitzer, dass sie bereit sind zur nuklearen Abrüstung. Dieses Zeichen der USA und Russland richtet sich vor allem an Iran und Nordkorea, zwei, Länder die gerade dabei sind die Atomtechnik für militärische Zwecke zu nutzen und eher auf- als abrüsten wollen. Mit einer atomwaffenfreien Welt in naher Zukunft ist also weiterhin keinesfalls zu rechnen. Der neue START-Vertrag alleine, ist noch keine hinreichende Voraussetzung für Global Zero. Die nächsten Schritte müssen vor allem in der Stärkung der nuklearen Nichtverbreitung liegen.
Interview mit Alexander Rahr
09.04.2010 |
tagesschau.de und Inforadio
Die ersten Rohre sind schon verlegt, heute beginnt der Bau der Ostseepipeline offiziell. Wächst durch die North Stream Pipeline die Abhängigkeit von Moskau? Der Russland-Experte der DGAP Alexander Rahr sagt im Interview mit tagesschau.de: Deutschland ist seit langem abhängig vom russischen Gas und hat damit gut gelebt.
Interview mit Alexander Rahr
29.03.2010 |
ZDF Spezial | ARTE | RTL News | N24 | N-TV | Radiosender | Focus Online | Lübecker Nachrichten | Hamburger Abendblatt | Deutsche Welle
Die Bombenanschläge in Moskau und deren Hintergründe kommentierte Alexander Rahr, Direktor des DGAP-Zentrums Russland/Eurasien, in verschiedenen TV-Auftritten sowie in Beiträgen für Radiosender und Zeitungen. Die Täter und deren Hintermänner seien vermutlich Teil islamistischer Gruppierungen, die hauptsächlich im Nordkaukasus agierten. In diesem Gebiet sind in letzter Zeit immer wieder Attentate verübt worden. Eine neue Gewaltspirale werde immer wahrscheinlicher. Die Islamisten verfolgten das Ziel, einen religiösen „Gottesstaat“ zu errichten, ähnlich wie die Taliban in Afghanistan. Laut Rahr ist der Konflikt nicht mit Gewalt zu lösen, und Moskau muss versuchen, durch zivilen Wiederaufbau, z.B. in Tschetschenien, und durch die Bekämpfung von Korruption die Bevölkerung in der Region für sich zu gewinnen.
TV-Interview mit Dr. Stefan Meister
29.03.2010 |
Phoenix
Ort und Zeitpunkt der Anschläge weisen darauf hin, dass die Attentäter so viele Menschen wie möglich töten und große Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollten, so Dr. Stefan Meister, Mitarbeiter am Zentrum Russland/Eurasien der DGAP auf Phoenix. Die terroristischen Anschläge könnten eine Reaktion auf die verstärkten Aktionen russischer Sicherheitskräfte im Nordkaukasus in den letzten Wochen sein, so führte Meister weiter aus. Es bleibt zu hoffen, dass die positiven Ansätze der russischen Führung unter Präsident Medwedew in den letzten Monaten nicht durch diese Anschläge untergraben werden.
Zitat von Almut Möller
26.03.2010 |
ddp
Anlässlich des zweitätigen Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Türkei ist die Debatte über einen EU-Beitritt des Landes wieder neu entflammt. Almut Möller von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik schätzt die Beitrittsmöglichkeiten für die Türkei schwerer ein als für andere Kandidaten. Die EU-Mitgliedsländer seien bei Erweiterungsfragen deutlich vorsichtiger und skeptischer geworden. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp Berlin betonte Möller, die EU und ihre Mitgliedstaaten hätten keine einheitliche Haltung gegenüber der Türkei und ginge mit der Erweiterungs-Frage nicht offen genug um. Alle Beteiligten müssten sich in der Frage noch „auf ganz große Auseinandersetzungen einstellen“. Es ist fraglich, wie die Türkei mit der zögerlichen Haltung der EU umgehen werde. Möller sagte, das Land habe weiterhin Interesse an einem Beitritt, „aber nicht um jeden Preis“. Gleichzeitig müsse die Türkei „noch deutliche Reformschritte machen“, so Möller.

Annette Kaiser
Tel: +49(0)30 25 42 31-32
Fax: +49(0)30 25 42 31-16
a.kaiser@dgap.org
Paul Freiherr von Maltzahn neuer geschäftsführender stellvertretender Präsident der DGAP
Ab 1. September 2010 wird Botschafter a. D. Paul Freiherr von Maltzahn neuer geschäftsführender stellvertretender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin.
01.09.2010
Russische Medien und die Waldbrände
Hintergrundgespräch mit Dr. Stefan Meister
13.08.2010 | Deutschlandradio Kultur
Interview mit Dr. Stefan Meister
08.08.2010 | WDR 5, Die Tagespost, Radio Fritz, NRW-RV
Call for Applications:
Czech-German Young Professionals Program
Bewerbungsschluss: 26. September 2010
Alexander Rahr trifft den Präsidenten der Ukraine, Viktor Janukowitsch
Alexander Rahr wurde am 18. Juni 2010 zusammen mit anderen Vorstandsmitgliedern von Yalta European Strategy vom ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch empfangen. Janukowitsch sprach über die verbesserte wirtschaftliche Lage im Land und über seine bevorstehende Deutschland-Reise. In diesem Zusammenhang erklärte Janukowitsch, dass er gute Beziehungen zu Deutschland unter anderem auch nutzen will, um wichtige politische Signale an die Europäische Union auszusenden. Die Ukraine möchte eine Freihandelszone mit der Europäischen Union begründen. Auch wünscht sich Janukowitsch die Abschaffung der Visen zwischen der Ukraine und der EU.
18.06.2010
Almut Möller, Leiterin des Alfred von Oppenheim-Zentrums für Europäische Zukunftsfragen, referierte am 15. Juni 2010 bei der Tagung von EPIN in Istanbul zu “Europa 2030: Die Debatte um die Zukunftsstrategie der Europäischen Union”. Die Tagungen des Netzwerks europäischer Think Tanks finden regelmäßig zu aktuellen Fragen des Integrationsprozesses statt. Gastgeber in der Türkei war das Centre for Economics and Foreign Policy (EDAM).
15. Juni 2010
15.06.2010
Alexander Rahr moderierte am 10. Juni in Moskau eine Podiumsdiskussion auf der internationalen Konferenz "Drug Production in Afghanistan. A Challenge to the International Community." An der Konferenz nahmenteil: Russlands Präsident Dmitri Medvedev, Aussenminister Sergei Lawrow, NATO-Botschafter Dmitri Rogozin, Generäle der ISAF, Mitglieder des Regierungskabinetts von Afghanistan, Sicherheitspolitiker aus Indien, Türkei, Iran, Pakistan, Kolumbien, USA.
10.06.2010
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