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Barack Obama oder John McCain - wer hat sich bei den Parteikonventen besser aufgestellt? Welcher Kandidat hat die meisten Chancen, die Präsidentschaftswahlen am 4. November zu gewinnen? Und was für Unterschiede gibt es zwischen dem US-Wahlkampf und der Situation in Deutschland? Das waren die Fragen, über die am 2. September die USA-Experten Karsten Voigt und John Hulsman zum Thema „Show oder Showdown – Die Parteikonvente der Demokraten und Republikaner in den USA“ diskutierten. Moderiert wurde das Politische Frühstück in den Räumen der DGAP von Eberhard Sandschneider, Direktor des DGAP-Forschungsinstituts und Leiter des Programms „USA/Transatlantische Beziehungen.“
„Beide Kandidaten haben Schwächen. Deshalb kann sich keiner als klarer Favorit positionieren,“ sagte John Hulsman, US-Amerikaner und Wissenschaftler am Alfred von Oppenheim-Zentrum für Europäische Zukunftsfragen der DGAP. Obama könne sich trotz Unterstützung durch Hillary Clinton nicht sicher sein, dass ihre Anhänger wirklich für ihn stimmten – und dies seien rund 25 Prozent der Wählerstimmen. Auch seine Auslandsreisen, insbesondere der von den Deutschen umjubelte Auftritt in Berlin, sei bei den US-Wählern nicht gut angekommen. „Er soll nicht den Rockstar in Europa spielen, sondern die Wirtschaftsprobleme zu Hause lösen“ – fasste Hulsman die Ansicht vieler Amerikaner zusammen.
Auch John McCain habe Defizite aufzuweisen, so Hulsman weiter. Insbesondere die Nominierung der Vizekandidatin Sarah Palin sei ein Fehler gewesen. „Bisher konnte McCain mit seiner Erfahrung punkten, die Obama fehlt. Jetzt hat er eine völlig unbekannte Frau zur Vizepräsidentin gemacht, die gerade mal zwei Jahre Berufserfahrung hat. Sie habe noch nie etwas von Afghanistan oder Nordkorea gehört und kenne „nicht mal den Namen des georgischen Präsidenten,“ kritisierte der US-Wissenschaftler. „Wie soll sie die Krise im Kaukasus lösen oder den Leuten erklären, warum sich der Gaspreis verdreifacht hat?“
Gerade die Diskussion um Energiepolitik hat gezeigt, wie außenpolitische Themen auch die Innenpolitik eines Landes bestimmen können. Das sagte Karsten Voigt, Koordinator für deutsch-amerikanische Beziehungen im Auswärtigen Amt. „In Deutschland versuchen Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier immer wieder, ihre Kompetenz im Bereich Klimaschutz herauszustellen.“ Während in den USA jedoch meistens über die Verantwortlichkeit anderer Staaten diskutiert werde, seien die Deutschen selbstkritischer. „Wir haben nicht genug Energie gespart, und deshalb müssen wir jetzt Milliarden im Nahen Osten und Russland ausgeben“ – dies sei eine typisch deutsche Einstellung. Parallelen des US-Wahlkampfes zu der Situation in Deutschland sieht SPD-Mitglied Voigt in der Debatte um den wachsenden Unterschied zwischen arm und reich. Dieses Problem werde zunehmend auch im US-Wahlkampf thematisiert. „Ob Obama es lösen kann, bleibt abzuwarten.“
Rund um die Wahlen in den USA stehen folgende Mitarbeiter der DGAP für Analysen und Interviews zur Verfügung:
Prof. Dr. Eberhard Sandschneider,
Forschungsdirektor DGAP und Programmleiter USA/Transatlantische Beziehungen
Tel. 030-25 42 31 -25/0151-19564529
sandschneider@dgap.org
Dr. John C. Hulsman,
Oppenheim Scholar des Alfred von Oppenheim-Zentrums für Europäische Zukunftsfragen (spricht nur Englisch!)
Tel. 0173 – 231 3524,
hulsman@dgap.org
Dr. Josef Braml,
Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Programms
„USA/Transatlantische Beziehungen“
Tel. 030-25 42 31 -12/0179-1543043
braml@dgap.org
Jan Techau,
Programmleiter Alfred von Oppenheim-Zentrum für Europäische
Zukunftsfragen
Tel. 030-25 42 31 -75/0162-4476663
techau@dgap.org
Simon Koschut, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Programms
„USA/Transatlantische Beziehungen“
Tel. 030-25 42 31 -96/0176-24191238
0176-2419 1238
koschut@dgap.org
Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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