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Im Interview mit dem Nachrichtensender Phoenix vom 21.8. sprach sich Prof. Eberhard Sandscheider, China-Experte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), dafür aus, im Dialog mit China "jeden Kommunikationskanal nach Peking offen" zu halten. Bei globalen Problemen, die sich durch die Entwicklung Chinas ergäben, sei "China nicht immer nur der Verursacher, sondern immer auch Teil der Lösung." Sandschneider betonte die Wichtigkeit eines Umgangs, der "auf Zeigefinger, Besserwisserei und eine Kritik verzichtet, die letztendlich in den bilateralen Beziehungen nichts verändert." "Wer wirklich etwas verändern will für die Menschen in China - beispielsweise auch in Tibet -, der darf nicht versuchen, hier in Berlin oder irgendwo anders in Deutschland eine Tibet-Flagge zu schwenken und dann nach Hause zu gehen, mit dem guten Gefühl, es den Chinesen wieder einmal gezeigt zu haben", so der China-Experte. Man müsse sich vielmehr "herunter begeben auf die harte Ebene der bilateralen Gespräche und des bilateralen Austauschs, die häufig nicht unmittelbar medial wirksam" sei.
Am Montag, 25.8., nahm Prof. Sandschneider außerdem an der Sendung "Kontrovers: Pekings inszenierte Spiele - wem haben sie genutzt, wen haben sie interessiert - eine Nachlese" von Deutschlandradio Kultur teil.

