Altbundeskanzler Schröder erwartet Intensivierung der strategischen Partnerschaft mit Russland

Veröffentlicht am 2007-01-17.

Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und RIA Nowosti haben eine symbolische »Schlüsselübergabe« der G-8-Präsidentschaft von Russland an Deutschland durch den russischen G-8-Sherpa Igor Schuwalow organisiert. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird Altbundeskanzler Gerhard Schröder heute eine Vertiefung der Energiepartnerschaft mit Russland einfordern, die letztlich Gesamteuropa stabilisieren kann. Igor Schuwalow ist sich darüber hinaus sicher, dass sich Russland über einen WTO-Beitritt stärker in die Weltwirtschaft integrieren wird.

Die Beziehungen zu Russland werden nicht allein angesichts des Energiestreits
zwischen Russland und seinen Nachbarn zu einem wichtigen Thema der deutschen
Doppelpräsidentschaft 2007 in der EU und G-8. Die Pipelineinfrastruktur von
Russland nach Westen soll in den nächsten Jahren modernisiert und ausgebaut
werden. Im Rahmen der russischen G-8-Präsidentschaft hat Moskau eine eigene
globale Energiecharta entworfen, welche vor allem die Interessen der Produzenten
berücksichtigt. Diese soll nun weiter konkretisiert werden. Da die EU in 15-20
Jahren rund 80% ihrer Energie von außerhalb Europas einführen muss, wird für
Deutschland und seine EU-Partner eine Energieaußenpolitik gegenüber Produzenten
und Transitländern zunehmend wichtiger. In Hinblick auf andere Politikbereiche
stellt sich die Frage, in welcher Form die Zusammenarbeit des 2007 auslaufenden
Partnerschafts- und Kooperationsabkommens fortgeführt werden kann.

Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik ist ein privater und unabhängiger
Think-Tank, deren Russland/GUS-Zentrum regelmäßige Treffen zwischen deutschen
und russischen Politikern organisiert.

Kontakt:
Russland/GUS-Zentrum der DGAP
gus@dgap.org

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